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Harthaer Bronx noch immer ohne neues Zuhause

Kein Licht am Ende des Tunnels Harthaer Bronx noch immer ohne neues Zuhause

Der Harthaer Jugendclub Bronx musste aus seinem alten Zuhause wegen eklatanter Mängel ausziehen. Die Suche nach einer Alternative gestaltet sich jedoch mehr als schwierig. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land in Langenau sind die Jugendlichen nicht gerade willkommen.

Das rostige Schild über der alten Bronx. Noch weiß niemand, wo es in Zukunft hängen wird.

Quelle: Oliver Becker

Hartha. „Wenn der Anbieter absagt, dann stehen wir wieder bei null“, warnte Harthas Kämmerin Barbara Müller bereits während der letzten Stadtratssitzung vom 29. Oktober. Dort Stand das komplette Areal der ehemaligen Hausschuhwerke und damit auch die Zukunft des Jugendclubs „Bronx“ zur Debatte. Am Ende war klar: In der vollkommen desolaten Bronx kann es so nicht weitergehen. Sinnvoller sei es, andere Möglichkeiten zu prüfen (die DAZ berichtete).

Und nun blickt man der bitteren Wahrheit ins Auge, dass sich der Zähler immer noch gefährlich nahe am Nullpunkt bewegt. Zwar stand die Stadtverwaltung bereits vor der entscheidenden Ratssitzung mit dem Vermieter einer potenziellen Bronx-Alternative in Kontakt, doch die Variante platzte und Barbara Müllers Befürchtung bewahrheitete sich. Ähnlich erfolglos verlief die Suche laut Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) im Rest des Stadtgebiets. Die Vorstellung, für die Jugendnutzung zu vermieten, sorgte scheinbar nicht gerade für weit geöffnete Arme unter den Vermietern. Der Bürgermeister positioniert sich trotzdem weiterhin hinter Harthas Jugend: „Wir müssen den Jugendlichen eine Chance geben. Sie wissen, dass sie sich an Gesetze halten müssen. Ich habe das Vertrauen in unsere Jugend.“

Zur gleichen Zeit wehrt man sich in Langenau dagegen, der Bronx zwischenzeitlich Unterschlupf zu gewähren. Die Stadtverwaltung fasste den Gemeinderaum als Kompromiss außerhalb des Stadtgebiets ins Auge und bot ihn den Jugendlichen zur Nutzung an, bis ein vollwertiger Ersatz gefunden wird. Davon, wie das im Dorf ankam, zeugt nun ein offener Brief an Bürgermeister Ronald Kunze, unter dem 104 Langenauer Unterschriften eine deutliche Sprache der Ablehnung sprechen. „Die Vorbehalte in der Stadt und auf dem Land sind offenbar die gleichen“, stellt Kunze fest. Wie es jetzt konkret weitergehen soll, bleibt weiter offen. Ganz grundsätzlich will der Bürgermeister an einem festhalten: „Wir müssen das nutzen, was schon da ist und nicht noch neue Sachen aufmachen.“

Die Jugendlichen wünschen sich zwischen 100 und 150 Quadratmetern für den Übergang mit Platz für ein paar Sofas, einen Billard- sowie Kickertisch und eine Tischtennisplatte. Das äußerten sie bereits im Oktober, als sie von der Stadtverwaltung zusammen mit dem Planungsbüro Reichenbach an einen Tisch gebeten wurden, um Klartext über den Zustand der bisherigen Bronx zu reden (die DAZ berichtete). Das Ergebnis: zu viele Mängel, deren Ausbesserung sich nicht mehr rechnen würde. Alleine für die bloße Überwinterung steht eine Summe in Höhe von etwa 20 000 Euro im Raum. Die Suche muss also ohne sichtbares Ende weitergehen.

Von André Pitz

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