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Harthaer Gastronom wechselt vom Hotel zur Gartengaststätte

In der Gartengruppe „Naturheilfreunde“ Harthaer Gastronom wechselt vom Hotel zur Gartengaststätte

Andreas Müller führte 15 Jahre lang das Hotel „Stadt Hartha“ an der Dresdener Straße. Seit zwei Jahren bewirtschaftet er nun das Lokal in der Gartengruppe „Naturheilfreunde“. Es ist sein mittlerweiler vierter Gastronomiebetrieb. Ans Aufhören denkt der 49-Jährige noch lange nicht. im Gegenteil: Er hat bereits neue Pläne.

Seit zwei Jahren ist Andreas Müller der Pächter der Gartengaststätte der Gartengruppe „Naturheilfreunde“. Jetzt will er das Objekt kaufen.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. 15 Jahre lang führte Andreas Müller das Hotel „Stadt Hartha“ an der Dresdener Straße. Dann verkaufte er sein Gebäude und sah sich nach einer neuen Wirkungsstätte um. Fündig geworden ist er mit der Gartengaststätte in der Gartengruppe „Naturheilfreunde“. Seit zwei Jahren pachtet er das Objekt – jetzt will er es kaufen.

Die Gastronomie gehört zum Leben von Andreas Müller dazu. Schon zu DDR-Zeiten kellnerte der Harthaer, 1994 machte er sich schließlich selbstständig. Mehr als 20 Jahre hat er als selbstständiger Gastronom nun auf dem Buckel. „Ich wollte was eigenes machen, das war schon immer mein Traum“, sagt der 49-Jährige. „Gastronom zu sein, liegt mir im Blut. Ich wollte nie was anderes machen.“ 2001 pachtete er das Hotel „Stadt Hartha“. Als es acht Jahre später in die Zwangsversteigerung fällt, schlägt er zu. Doch mit den Jahren muss er feststellen, dass sich die Bewirtschaftung des Hotels nicht mehr lohnt. Zu hohe Personalkosten, die ständige Beheizung der Zimmer – er entschließt sich, das Objekt abzustoßen. Als er einen Käufer findet, macht er Nägel mit Köpfen. Mittlerweile verpachtet er das ehemalige Hotel, seit geraumer Zeit ist es ein italienisches Restaurant. „Ich weine dem Hotel keine Träne nach“, sagt Andreas Müller, auch wenn viele Erinnerungen daran hängen. „Viel mehr freue ich mich, zu sehen, was daraus geworden ist.“ Schon bevor er die Geschäfte im Hotel beendet, baut er sie parallel in der Gartengaststätte in der Gartengruppe „Naturheilfreunde“ auf. Es ist mittlerweile seine vierte Gaststätte. Der Kontakt entstand durch den jetzigen Vorsitzenden des Gartenvereins. „Er kam immer zu mir Skat spielen“, erinnert sich Müller. Seit zwei Jahren ist er Pächter des Gebäudes. Wenn es nach ihm geht, soll sich das schon bald ändern. „Ich möchte das Objekt kaufen“, sagt er. Vor allem auch, um investieren zu können. „Ich koche hier derzeit mit Strom. Das geht ganz schön ins Geld. Ich würde gern Solarplatten auf dem Dach installieren. Das lohnt sich für mich aber nur, wenn ich der Eigentümer des Gebäudes bin.“

In der Küche steht Andreas Müller selbst. Um den gastronomischen Betrieb am Laufen zu halten, bekommt er Unterstützung von zwei Aushilfskräften. Von Mittwoch bis Sonntag ist die Gartengaststätte ab 16 Uhr geöffnet, auf Bestellung gibt es auch einen Mittagstisch. Regelmäßig sind Kegelgruppen vor Ort, denn zur Gaststätte gehört auch eine Kegelbahn. „Ansonsten haben wir viele Gesellschaften hier, die Geburtstage, Hochzeiten oder andere Anlässe feiern“, erklärt Müller. Die Volkssolidarität ist beispielsweise öfters zu Gast. Ab und an gibt es auch eigene Veranstaltungen, die Andreas Müller organisiert. Dazu gehört der Tanz in den Frühling, Gartenfeste und Flohmärkte. „Ich bemühe mich, viele Leute anzuziehen.“

Eine zweite Beschäftigung, neben der Gastronomie, hat Andreas Müller im Bereich Maschinenbau gefunden. „Ich bin gelernter Industrieschmied. Nebenbei fahre ich auch Montage und helfe aus, wenn es Arbeit in der Nähe gibt“, sagt er. „Das ist mein Ausgleich.“ Ende des Jahres ist Andreas Müller selbst der Anlass für eine große Feier. Der Harthaer wird 50. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht. Im Gegenteil: Immer neue Herausforderungen, sich selbst weiterentwickeln – das ist das Credo von Andreas Müller.

Von Stephanie Helm

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