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Döbeln Harthaer Heimatfreunde feiern sich und Heimatstube mit Ausstellung
Region Döbeln Harthaer Heimatfreunde feiern sich und Heimatstube mit Ausstellung
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00:33 14.05.2018
Regina Roßbach (links) und Ingeborg Kaiser geben einen Vorabeinblick in die kommende Sonderausstellung der Harthaer Heimatfreunde. Quelle: Manuel Niemann
Hartha

Es ist eng in der Heimatstube, die Vorbereitungen zur diesjährigen Sonderausstellung der Harthaer Heimatfreunde laufen in den letzten Zügen: In der widmet sich Heimatverein sich selbst. Zwar jährt sich die eigentliche Vereinsgründung erst am 4. November zum 20. Mal, aber dass es zu dieser kam, brauchte es ein anderes Jubiläum.

Stadtjubiläum führt zu Vereinsgründung

„1998, bei den Vorbereitungen zur 775-Jahr-Feier der Stadt haben einige Bürger sich gesagt, man könnte doch einen Verein gründen, der die Geschichte der Stadt ein bisschen aufleben lässt“, erinnert sich Silke Weise, die jetzt Vereinsvorsitzende ist. Die Vorbereitungen für das Stadtjubiläum zu Pfingsten 1998 führten so zur Gründung.

Heimatverein ist seit 20 Jahren aktiv

20 Jahre später wird die Stadt 795 Jahre alt und die Heimatfreunde feiern ihr Jubiläum: „Wir zeigen, was wir in den 20 Jahren gemacht haben. Bestimmt seit November tragen wir das Material zusammen“, erklärt Weise. Auf Schautafeln und in Vitrinen finden sich chronologisch geordnet Zeitungssauschnitte, Hefter, alte Fotos, die dokumentieren, was geschaffen, veranstaltet oder wie die Stadtchronik oder das Kleiderstübchen gepflegt wurde und wird.

Von den 16 Gründungsmitgliedern, sind nur noch ein paar aktiv. „Durch die IG ’Wir – für ein schönes Hartha’ sind wir jetzt bei 20 Mitgliedern. Mehr sind wir nie gewesen. Wir haben aber auch viele, die uns so unterstützen.“

Heimatstube war zunächst Sanierungsfall

Auf den ausgestellten Fotos ist auch der damalige Zustand der Wohnung in der Nordstraße 2 zu sehen, in der jetzt die Heimatstube ist. 2008 – vor zehn Jahren – wurde sie bewusst in keinem Neubau eingerichtet. „Es ist schon eine ganz schöne Arbeit für uns gewesen. Wir hatten das Glück, dass wir einen Ein-Euro-Jobber hatten, der vom Fach war und uns das alles instand gesetzt hat“, so Weise. Hilfe kam auch aus den eigenen Reihen und der Wohnbau als Vermieter.

Leben wie zu Großmutters Zeiten

Es galt, das Leben von einst detailgetreu nachzustellen: Über die Presse, Bekannte und Verwandte wurde Ausstattung gesucht. Herausgekommen ist kein Museum, sondern eine Stube. Im Mai gibt es in der jeweils eine Sonderausstellung: Die widmeten sich bisher etwa Spielzeug aus Omas Zeiten, der Technik von damals oder auch dem Wahrzeichen von Hartha – dem Frosch.

Naturlehrpfad aufgegeben

„Wir hätten eigentlich auch 15 Jahre Naturlehrpfad gehabt,“ erklärt Weise, „aber den gibt es ja nicht mehr.“ Er wurde 2003 eröffnet, doch 2015 ging es finanziell und personell nicht mehr, ihn zu stemmen. Mit den Freien Wählern und dem Neigungskurs der Pestalozzi-Oberschule hatten die Heimatfreunde noch versucht, eine abgespeckte Version zu erhalten. Doch da auch die immer wieder von Vandalismus zerstört wurde, gaben sie auf: „Wir mussten sagen, es geht nicht mehr.“

Eröffnung am 1. Juni

Die Sonderausstellung wird in der Heimatstube am Sonnabend, dem 1. Juni, von 14 bis 17 Uhr eröffnet. An den anderen Juniwochenenden ist sie jeweils sonntags zu dieser Zeit zu sehen.

Von Manuel Niemann

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