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Harthaer Jugend will mehr Mitsprache

Sozialraumporträt Harthaer Jugend will mehr Mitsprache

Leicht scheint es die Jugend in Hartha nicht zu haben. Erst zerplatzte der Traum vom eigenen Kulturbahnhof und seit Ende Oktober vergangenen Jahres ist auch die „Bronx“ Geschichte. Wie sich seitdem der Status quo für die Jugend präsentiert, hat das Kulturbüro Sachsen mit einem sogenannten Sozialraumporträt in Ansätzen festgehalten.

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Die „Bronx“ ist vorerst Geschichte, der Wunsch nach einem selbstverwalteten Jugendclub ungebrochen.

Quelle: Oliver Becker

Hartha.

Positiv fiel dabei das umfangreiche Vereinsangebot in der Stadt auf. „Das wird von Jung und Alt sehr geschätzt. Die Jugendlichen wollen aber oft von den Angeboten keinen Gebrauch mehr machen“, fasste Susanne Feustel vom Kulturbüro zusammen. Mit dem Alter, dem Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und durch Ausbildung und Arbeit gegenläufige Tagesabläufe seien die Gründe dafür vielfältig. Kaum genutzt wird auch der Jugendclub „Sunshine“.“Berichtet wurde uns von vielen der Befragten, dass die Doppelnutzung der Räumlichkeiten zu massiven Einschränkungen für die Jugendarbeit führt“, heißt es dazu im Porträt. Wer ins Kino, schwimmen oder etwa ins Theater möchte, hat in Hartha keine Chance und ist deswegen auf Transport in umliegende Gemeinden angewiesen.

Das Portrtät zeigt zudem auf, dass unter den Befragten ein offenbar unterschiedliches Verständnis von Mitbestimmung und Beteiligung vorherrscht. Einige verwiesen auf die Möglichkeit, sich in einem der vielen Vereine zu engagieren oder die Sprechstunde des Bürgermeisters zu nutzen. Andere sehen das lediglich als Möglichkeit, angehört zu werden und nicht wirklich mitbestimmen zu können. Die Chance, tatsächlichen Einfluss zu nehmen, gäbe es letztendlich nicht. Die Jugendlichen hätten jedoch ernsthaftes Interesse an echter Mitbestimmung und auch institutionalisierter Mitbestimmung, wie es Beispielsweise schon in den Schulen möglich ist.

Und wie kann es mit diesen nun gewonnenen Erkenntnissen weitergehen? Dazu hat das Kulturbüro mehrere Handlungsansätze formuliert. Nach wie vor muss eine Lösung für die „Bronx“ als selbstverwalteten Jugendclub gefunden werden. „Möglichkeiten der Gestaltung eigener Räume erhöhen für junge Menschen die Attraktivität des Wohnortes und sorgen dafür, dass sie sich auch in andere Bereiche des Lebens einbringen“, zeigt das Porträt auf. Mittelfristig empfiehlt das Kulturbüro außerdem die Schaffung eines Jugendstadtrates mit echten Entscheidungskompetenzen. „Die Jugendlichen haben alle ein hohes Engagement für einen Jugendstadtrat signalisiert.“ Des Weiteren muss das Konzept des „Sunshine“ dringend neu gedacht werden. Denkbar wäre auch eine Art Runder Tisch, an dem sich Stadt, Vereine und Jugendliche über Projekte abstimmten können. Sichere Radwege in die Ortsteile und angrenzenden Gemeinden seien zudem wichtig, um die Abhängigkeit von eigenen Autos oder dem dürftigen ÖPNV zu vermindern. Was das bringt? „All diese Themenfelder wirken neben infrastrukturellen Gegebenheiten und wirtschaftlichen Einflussfaktoren auch einer Abwanderung entgegen“, schreibt das Kulturbüro im Porträt.

Von André Pitz

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