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Harthaer Lehrerin ermöglicht Schüleraustausch

Gastfamilien gesucht Harthaer Lehrerin ermöglicht Schüleraustausch

Inez Bardehle vermittelt seit mehr als zehn Jahren Gastfamilien, um den weltweiten Schüleraustausch zu ermöglichen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag in Sachen Völkerverständigung. Drei Familien betreut sie aktuell. Damit es das Projekt auch weiterhin gibt, sucht die Gymnasiallehrerin händeringend nach Gastfamilien.

Inez Bardehle ist Lehrerin am Martin-Luther-Gymnasium in Hartha. Seit 2006 vermittelt sie Austauschschüler an Gastfamilien in der Region.

Quelle: Gerhard Dörner

Hartha. „Gastfamilien dringend gesucht“ – mit diesem Aufruf wendet sich Inez Bardehle seit Monaten über das Harthaer Amtsblatt an die Bürger. Bardehle ist Lehrerin am Martin-Luther-Gymnasium und fungiert seit mehr als zehn Jahren als Vermittlerin für „Give“. Dahinter verbirgt sich ein gemeinnütziger Verein, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, den Schüleraustausch auf der Welt zu ermöglichen. Für Inez Bardehle bedeutet das in erster Linie: Gastfamilien finden. Und das ist gleichzeitig der schwierigste Teil.

Aktuell sucht sie händeringend nach einer Familie für einen Franzosen, der ab Januar nächstes Jahres in Deutschland ist. Derzeit betreut sie drei Familien, die einen Austauschschüler bei sich aufgenommen haben. Die meiste Arbeit aber, hat sie im Vorfeld. Meldet sich eine Familie, um einen Austauschschüler bei sich aufzunehmen, kommt Inez Bardehle ins Spiel. „Ich treffe mich mit der Familie und versuche in einem Gespräch, eventuelle Fragen und Probleme zu klären. Vor allem geht es aber darum, das Prozedere zu erläutern“, erklärt Bardehle.

Bruder oder Schwester fürs eigene Kind

Die Gründe, warum sich Familien als Gastfamilien bewerben, sind unterschiedlich. „Manche Familien wollen ihrem eigenen Kind einmal das Gefühl vermitteln, Bruder oder Schwester zu haben. Bei anderen wiederum sind die eigenen Kinder aus dem Haus und man wünscht sich wieder mehr Leben in den vier Wänden“, weiß Inez Bardehle. So oder so: Wenn Familien einem ausländischen Gastschüler die Chance geben, die Lebensweise und Sprache – und ganz grundsätzlich den Alltag in Deutschland – kennen zu lernen, leisten sie damit einen ganz persönlichen Beitrag zur Völkerverständigung. „Aber auch der Alltag der Gastfamilie wird bereichert. Ein Familienmitglied auf Zeit gibt Einblick in seine Sprache und Kultur und ist eine Horizonterweiterung für die Beteiligten.“

Ist eine Gastfamilie gefunden, wird der Austauschschüler an einer umliegenden Schule angemeldet. Über die vergangenen zehn Jahre besuchten zahlreiche Jungen und Mädchen aus anderen Ländern das Harthaer Gymnasium. Doch Inez Bardehle ist nicht nur für die Region zuständig, sondern weit darüber hinaus. Ganz Sachen, Thüringen und Sachsen-Anhalt fallen auch in ihren Zuständigkeitsbereich.

Drei US-Amerikaner ab September

Je nachdem, wo sich eine Familie bewirbt, fährt Inez Bardehle für Gespräche und Absprachen vorbei. „Die Gastfamilien füllen bei ihrer Bewerbung einen Fragebogen aus, in dem Interessen und Hobbys notiert werden. Muss dann ein Austauschschüler an eine Familie vermittelt werden, schaue ich, wo es am besten passt.“ Die Gastfamilien bekommen dann mehrere Austauschschüler-Akten zugeschickt, um ihre Präferenzen zu wählen. Außer für Unterbringung und Verpflegung entstehen der Gastfamilie im Übrigen keine Kosten. Drei US-Amerikaner begrüßt Inez Bardehle schon bald am Harthaer Gymnasium. Auch sie wurden von ihr vermittelt, allerdings über das sogenannte parlamentarische Partnerschaftsprogramm. Der Deutsche Bundestag vergibt dafür Stipendien für ein Austauschjahr. Für ein Jahr bleiben die drei US-Amerikaner in Deutschland.

Wer sich als Gastfamilie bewerben möchte, findet alle nötigen Informationen im Internet unter www. give-highschool.de oder kann sich telefonisch bei Inez Bardehle unter 034328/42 768 melden.

Von Stephanie Helm

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