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Harthaer Oberschüler schuften für den guten Zweck

Aktionstag „genialsozial“ Harthaer Oberschüler schuften für den guten Zweck

Am Dienstag tauschten rund 100 Harthaer Pestalozzi-Oberschüler die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz. Zu tun hat das mit “genialsozial“, einem Projekt der Sächsischen Jugendstiftung. Das sieht vor, die Schüler einen Tag lang in Unternehmen, bei Vereinen oder auch Privatpersonen Arbeitsluft schnuppern zu lassen. Der lohnt kommt anschließend sozialen Projekten zugute.

Gerhard Dörner, Michelle Küttner, Kathleen Hammer, Lehrerin Grit Krause und Jennifer Stolp brachten am Dienstag Farbe auf den Pestalozzi-Schulhof.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Gestern tauschten rund 100 Harthaer Pestalozzi-Oberschüler die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz in der Region. Zu tun hat das mit “genialsozial“, einem Projekt der Sächsischen Jugendstiftung. Das sieht vor, die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang in Unternehmen, bei Vereinen oder auch Privatpersonen Arbeitsluft schnuppern zu lassen. Im Gegenzug wird ein Lohn vereinbart, der jedoch nicht in den Taschen der Kinder, sondern bei sozialen Projekten landet. In diesem Jahr sollen die medizinische Notfallhilfe und Versorgung für Schwangere sowie Neugeborene in Madagaskar, der Bau eines neuen Küchengebäudes für ein Kinderheim im südindischen Salem und der Bau einer Schule in Tansania unterstützt werden. „Wenn die Jugendlichen wissen, was dahintersteht und sich dann für so etwas engagieren, ist das richtig angewandte politische Bildung“, erklärt Schulleiterin Kerstin Wilde. Mit dabei sind die siebten und neunten Klassen. Auch die jüngeren Klassen bekamen die Chance, in kleinen Gruppen mitzumischen. „Wir waren richtig überrascht, als auch die fünften und sechsten Klassen richtig viele Verträge gebracht haben“, freut sich Wilde. So konnte sich unter anderem der Geringswalder Bauhof über Unterstützung bei der Blumenbeetpflege freuen. Im Flemmingener Hof halfen Schüler in der Wäscherei aus. Einsatzmöglichkeiten gab es jedoch nicht nur in der Umgebung, sondern auch der Pesta selbst. „Manche Schüler sind richtig stolz darauf, auch etwas für die Schule machen zu können“, verrät Kerstin Wilde. Dazu gehören auch Kathleen Hammer, Michelle Küttner und Jennifer Stolp. Die drei Neuntklässlerinnen schwangen auf dem Pausenhof bis mittags die Pinsel und verwandelten eine der beiden bisher trist daherkommenden Röhren in ein buntes Kunstwerk. Die Motive erarbeiteten sie vorher selbst in der Kunst-AG gemeinsam mit Gerhard Dörner, der am Dienstag seine Schützlinge unterstützte. „Die Aktion ist sehr cool, weil wir verschiedene Dinge ausprobieren können, die Spaß machen“, hält die 16-jährige Kathleen fest. „Und man kann schon mal in die Arbeitswelt reinschnuppern“, fügt Michelle an. „Ich bin in der Kunst-AG und möchte später auch einmal in diese Richtung gehen. Das Projekt fördert die eigenen Fähigkeiten. Außerdem kommt so einmal ein bisschen mehr Farbe auf den Schulhof.“ Die Grundschüler freut’s. In der Pause bildete sich bereits eine neugierige Traube um die Nachwuchskünstler. Doch auch der soziale Aspekt der Aktion geht den Oberschülern nicht ab. „Uns geht es doch gut. Also warum sollten wir dann nicht anderen helfen?“, meint Michelle Küttner.

„Genialsozial“ kommt auch auf dem Gallberg gut an. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder lernen, was es heißt, Geld zu verdienen und auf der anderen Seite auch etwas davon abgeben zu müssen“, betont Sternwartenvereinsmitglied Andreas Baumbach. Ein Gruppe Oberschüler ging den Hobby-Astronomen am Dienstagnachmittag unter anderem bei Maler- und Gartenarbeiten zur Hand. „Das sind alles Dinge, die wir so nicht so einfach schaffen würden.“

„Genialsozial“ fand zum ersten mal in 2005 statt. Vor zwei Jahren beteiligte sich die Pestalozzi-Oberschule zum ersten Mal – damals noch mit einer einzigen Klasse.

Von André Pitz

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