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Döbeln Harthaer Oberschule: Erfolglose Suche nach Sozialarbeiter
Region Döbeln Harthaer Oberschule: Erfolglose Suche nach Sozialarbeiter
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00:21 06.08.2017
Eigentlich sollte am 1. August die Stelle eines Schulsozialarbeiters an der Harthaer Pestalozzi-Oberschule seinen Dienst antreten. Bisher wurde noch niemand eingestellt. Quelle: dpa
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Hartha

Eigentlich sollte bereits am Montag der neue Schulsozialarbeiter an der Harthaer Oberschule seinen Dienst antreten. Doch die Kindervereinigung Leipzig, die als Träger fungiert, hat bisher niemanden einstellen können. Es gab Bewerber, doch eine Einstellung hat sich daraus noch nicht ergeben. Peggy Kriegenherdt von der Kindervereinigung Leipzig hat den Sachverhalt auf dem Tisch, führt Bewerbungsgespräche und ist dafür zuständig, eine geeignete Fachkraft zu finden. Bisher ohne Erfolg. Doch die Suche geht weiter. Die Stellenausschreibung wurde nicht nur im Amtsblatt der Stadt Hartha veröffentlicht, sondern auch zur Arbeitsagentur gegeben und beispielsweise in der Hochschule Mittweida ausgehangen.

Fachkräfte fehlen

Dass es nicht leicht wird, ließ sich bereits erahnen. Der Fachkräftemangel macht sich auch in der sozialen Branche bemerkbar. „Es gibt Vorgaben, die eine gewisse Qualifikation verlangen“, erklärt Peggy Kriegenherdt. Die Förderung der Stelle setzt die Einstellung einer Fachkraft voraus. Die Stadt Hartha gab bereits grünes Licht. Sie übernimmt den erforderlichen kommunalen Anteil in Höhe von rund 8600 Euro – 15 Prozent der Gesamtkosten – für das Schuljahr 2017/2018. So wie die aktuelle Lage aussieht, kann der neue Schulsozialarbeiter nicht nahtlos mit dem Schuljahr beginnen. „Das würde den Einstieg natürlich leichter machen. Andererseits ist ein späterer Einstieg genauso gut möglich“, weiß Peggy Kriegenherdt. Für die Mitarbeiterin der Kindervereinigung Leipzig bietet die Harthaer Pestalozzi-Oberschule die besten Voraussetzungen. „Das Konzept der Schule ist super. Es herrscht im Kollegium eine tolle Atmosphäre und mit Kerstin Wilde ist eine kompetente Schulleiterin am Werk.“

Schulkonzept überzeugt

Die Harthaer Oberschule bietet ein 40-minütiges Wochenband an, in dem jeder Schüler individuell gefördert wird. Je nachdem können die Jungen und Mädchen sich im Bereich Fußball, Freie Lernarbeit, Prüfungsvorbereitung, Selbstverteidigung oder anderen orientieren und engagieren. Des Weiteren wird in der Schule Blockunterricht geführt. Das heißt, die einzelnen Blöcke gehen 80 Minuten. Damit soll eine effektive Lernzeit erreicht werden und jeder Schüler nur drei bis vier Fächer pro Tag hat. Zusätzlich gibt es diverse Ganztagsangebote, die außerhalb des Unterrichts stattfinden.

Von Stephanie Helm

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