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Harthaer Physik-Olympionike zieht in den Landesausscheid ein

Taschenrechnermüsli zum Frühstück Harthaer Physik-Olympionike zieht in den Landesausscheid ein

Florian Schmidt räumte den dritten Preis der zweiten Stufe der sächsischen Physikolympiade ab. Damit hat er sich als einziger Schüler aus dem Altkreis Döbeln für den großen Landesausscheid qualifiziert. Dort wird er Mitte April gegen andere Physik-Asse aus dem ganzen Freistaat rechnen und experimentieren.

Die Physik ist sein Element – Florian Schmidt vom Harthaer Martin-Luther-Gymnasium zieht in den Landesausscheid der Physikolympiade ein.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Gehört Achtklässler Florian Schmidt zu Sachsens besten Nachwuchsphysikern? Noch kann darauf keine Antwort gegeben werden, aber der Schüler des Harthaer Martin-Luther-Gymnasiums ist auf dem besten Weg dahin. Seine Fähigkeiten stellte er vergangenen Mittwoch auf der zweiten Stufe der mittlerweile 17. Sächsischen Physik-Olympiade unter Beweis. Dafür gab es den dritten Preis seiner Klassenstufe und eine Nominierung zum Landesausscheid – kein anderer Schüler aus dem Altkreis Döbeln kann sich das in diesem Jahr auf die Fahne schreiben.

Davor hieß es für Florian, einen vollgepackten Tag in Chemnitz an der Technischen Universität zu meistern. Als erste Hürde galt es jedoch überraschenderweise kein physikalisches Experiment zu bewältigen, sondern sich bereits bei der Anmeldung um 8.30 Uhr gegen ein Pulk von Physik-Assen aus den Klassenstufen 6 bis 10 durchzusetzen. Schon eine Stunde später ging es für Florian ans Eingemachte. Unter anderem musste der Auftrieb eines mit Luft gefüllten Blechkörpers ermittelt werden. Zudem sollte unter Vorgabe der speziellen Wärmekapazität herausgefunden werden, um welchen Stoff sich die Aufgabe dreht. Im halbstündigen Experiment Stand die Leistungsfähigkeit eines Dauermagneten auf dem Prüfstand. Wer jetzt einen Aussetzer hat und panisch an seine Schulzeit zurückdenkt, muss sich keine Sorgen kann. Florian ging es zuerst nicht anders: „Am Anfang saß ich da, habe mir die Aufgaben angesehen und dachte ’Puh, keine Ahnung’. Am Ende habe ich mich aber doch noch reinfuchsen können. Auf den ersten Blick sieht immer alles schwerer aus, als es ist.“ Für den Gymnasiasten ist das der erste Wettbewerb dieser Art, an dem er teilnimmt. „Dort kann man andere mit den gleichen Interessen treffen und sich dann auch mit ihnen messen“, erklärt Florian.

Seinen Erfolg hat der Physik-Olympionike jedoch keiner besonderen Vorbereitung zu verdanken. „Eigentlich hätte ich mich vorbereiten können, weil meine Mutter Physik- und Mathelehrerein ist. Am Ende hab ich aber einfach alles auf mich zukommen lassen“, erklärt der Achtklässler. Die Naturwissenschaften scheinen ihm in die Wiege gelegt. Schon in der Grundschule hantierte Florian mit Zahlen wie kaum einer seiner Klassenkameraden. Oft bekam er von seinen Mitschülern liebgemeinte Witze wie „Du hast doch zum Frühstück wieder Taschenrechnermüsli gekriegt“ erzählt. Heute gehört Physik zu seinen Lieblingsfächern. „Wenn wir im Unterricht Aufgaben rechnen, viele noch am Grübeln sind und man selbst schon fertig ist – das ist toll.“

Auf Gleichgesinnte, denen es vermutlich ganz ähnlich erging, trifft Florian nun Mitte April. Dann kehrt er zur dritten Stufe – dem Landesausscheid – zurück nach Chemnitz. „Ich probiere es, aber es ist schon sehr starke Konkurrenz dabei“ analysiert Florian vorsichtig mit Blick auf das Siegertreppchen. „Aber man kann ja auch Glück haben und Aufgaben bekommen, die einem besonders oder besser als den anderen liegen.“

Wie seine Physik-Karriere danach weitergeht, steht noch in den Sternen. Der nächste Schritt in Griffweite ist die Wahl der Leistungskurse für die elfte und zwölfte Klasse. „Auf Physik habe ich auf jeden Fall Lust und die Kombination mit Mathe passt gut“, erklärt Florian. „In Zukunft möchte ich schon in Richtung Informatik oder Technik gehen.“ Dazu sieht er sich diese Woche schon einmal in Döbeln zur Woche der offenen Unternehmen um.

Von André Pitz

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