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Döbeln Harthaer Pierburg-Werk macht Millionen-Deal
Region Döbeln Harthaer Pierburg-Werk macht Millionen-Deal
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16:26 31.10.2018
Das Pierburg Pump Technology-Werk in Hartha genießt weltweit einen guten Ruf. Quelle: Rheinmetall Automotive AG
Hartha

Das Pierburg Werk in Hartha, das zum Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive gehört, hat einen Großauftrag auf der Agenda. Und was für einen. Die Aufträge haben ein Laufzeitvolumen von 215 Millionen Euro. 2019 kann es für die Produktion in der Sonnenstraße losgehen. Gefragt ist ein spezieller Kühlmittelpumpentyp, für den das Werk rundum den Erdball einen guten Ruf genießt.

Harthas guter Ruf eilt voraus

Wer konkret angebissen hat, ist noch nebulös. Folke Heyer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Rheinmetall Automotive AG, spricht davon, dass der Auftraggeber „international operiert“. Genauer wurde er, was den jüngsten Deal betrifft, nicht. Sicher ist, dass der Kunde bereits mit Pierburg und dem dazugehörigen Werk in der Industriestadt tatkräftig zusammenarbeitet. Die 215 Millionen Euro umfassen nämlich nicht nur den Anlauf für ein neues Fahrzeugmodell, sondern auch die Laufzeitverlängerung eines bestehenden Arrangements. „Oft ist es so, dass ein Auto einfach länger produziert oder auch modifiziert wird. Außerdem haben die Pumpen aus Hartha einen ausgezeichneten Ruf“, so Heyer.

Pierburg Pump Technology hat insgesamt sechs Produktionsstandorte auf der ganzen Welt – einen davon in der sächsischen Kleinstadt. Dass die Produktion der georderten Kühlmittelpumpen vollständig im Harthaer Werk vonstatten geht, ist eine große Sache. Aktuell arbeiten in der Sonnenstraße 517 Mitarbeiter, die Wasserumwälz- und Kühlmittelpumpen an den Fertigungslinien herstellen. Für die industriell eher dünn besiedelte Region ist Pierburg einer der größten Arbeitgeber. Zusätzlich zur bestehenden Arbeitskraft werde man aber keine neuen Stellen schaffen, erklärt Heyer. „Wir sollten mit den Leuten, die wir haben, eigentlich gut auskommen.“

Pumpen sparen Kraftstoff

Der konkrete Auftrag des Geschäftspartners: elektrisch angetriebene Pumpen des Typs CWA 400. Eingesetzt werden diese später in den Hauptkühlkreislauf von 4-Zylinder Motoren mit zwei Litern Hubraum, die vor allem in Europa und China genutzt werden. Mit den Pumpen ist es möglich, den Kühlmittelstrom so zu lenken, dass, bezieht man die Außentemperatur und den Lastzustand des Motors mit ein, Kraftstoff gespart werden kann. Das können bis zu vier Prozent sein. Außerdem laufen sie auch für Hybrid- und Elektrosysteme.

Von Lisa Schliep

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