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Döbeln Harthaer Rat sagt ja zu Bauplan in Steina
Region Döbeln Harthaer Rat sagt ja zu Bauplan in Steina
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00:22 16.07.2018
Gelände des ehemaligen Asphaltmischwerkes an der B 175: Hier soll Harthas neues Gewerbegebiet entstehen. Quelle: Steffi Robak
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Hartha

Der Planungsbeschluss für ein neues Gewerbegebiet auf dem Gelände der früheren Asphaltmischanlage bei Steina ging im Harthaer Rat anstandslos einstimmig durch.

Alter Plan beerdigt

Der alte Vorhaben- und Erschließungsplan für das Gelände, welcher noch eine Asphaltmischanlage vorsieht, wurde einstimmig aufgehoben. Der stammt noch aus dem Jahr 1992 und wurde noch von Steina selbst beschlossen, als der Ort noch eine politisch selbstständige Gemeinde war.

Beschluss einstimmig

Da die Nutzung des Geländes aufgegeben wurde, ist die Satzung zum Vorhaben- und Erschließungsplan nun funktionslos und kann aufgehoben werfen. Dies und anschließend auch der Aufstellungsbeschluss für den Plan vom Gewerbegebiet wurde von 13 anwesenden Ratsmitgliedern abgesegnet.

Stadt hat Mitspracherecht

Sicher gehen wollen die Abgeordneten, dass sie bei der Entwicklung des Gewerbegebietes dennoch Einfluss haben. Das Gelände bleibt Eigentum des Besitzers, der es selbstständig weiter entwickeln will. Dennoch – so ist es vereinbart – kann er auf dem Gelände nicht tun und lassen, was er möchte. Die Stadt hat Mitspracherecht dabei, was dort wie gebaut wird.

Walther: „Auf Nummer sicher gehen“

„Wir müssen schon auf Nummer sicher gehen können, dass dort nicht Dinge entstehen, mit denen wir als Stadtrat uns dann nicht ein verstanden erklären können“, sagt zum Beispiel Ronny Walther (parteilos), der in Hartha auf der Fraktionsbank der CDU sitzt.

Schröder: „Das kommt der Stadt entgegen“

Renate Schröder von den Freien Wählern bekräftigt: „Es kommt unserer Stadt entgegen, wenn dort ein neuer Gewerbestandort entwickelt wird und der Eigentümer das sogar selbst in die Hand nimmt.“ Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) merkt zu dem Vorhaben an: „Ich denke, wir können uns darüber freuen, dass der Eigentümer mit uns mit geht und sich um die Vermarktung des Geländes selbst kümmern möchte.“

Bauangelegenheiten im Internet

Für die nun anstehende Planung sei der Eigentümer selber verantwortlich und er habe dafür auch selbst finanziell aufzukommen. Wer im Übrigen wissen will, was sich in Sachen Bauen derzeit und künftig in und um Hartha tut, der kann dies demnächst am Rechner oder auch Smartphone verfolgen. Darauf wies in der Ratssitzung am Donnerstag Ronald Fischer vom städtischen Bauamt hin.

Neue Art von Öffentlichkeit

Die novellierte Baugesetzgebung sehe vor, dass die zu gehörigen Informationen offen gelegt werden und das bedeutet, dass sie auch ins Netz gestellt werden können. „Das ist derzeit die neue Art von Öffentlichkeit. Es muss niemand mehr extra in das Rathaus kommen, wenn er Einsicht in öffentlich zugängliche Unterlagen haben möchte.“

Per Klick ins Bürgerportal

Wer momentan schon mal schauen will, was sich diesbezüglich in Hartha tut, kann auf der Internetseite www.Hartha.de vorbei surfen. Und so geht es von dort weiter: Rechts in der Liste den Button „Bürgerportal“ klicken, dann „Stadtverwaltung Hartha“, danach „Bauamt informiert“. Bis der Plan vom Gewerbegebiet Steina dort auftaucht, wird noch etwas Zeit vergehen. Der Stadtrat fasste zunächst lediglich den Beschluss, dass ein Bebauungsplan aufgestellt werden darf.

Von Steffi Robak

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