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Harthaer Schülerin stellt eigene Manga-Zeichnungen zur Schau

Klein-Japan in der Stadtbibliothek Harthaer Schülerin stellt eigene Manga-Zeichnungen zur Schau

Lena Fischer ist seit vielen Jahren Fan von Mangas – den Comics aus Japan, die sich auch in Deutschland immer größer werdender Beliebtheit erfreuen. Mittlerweile zeichnet die Schülerin sogar selbst und stellt ihr Talent nun in Harthas Stadtbibliothek zur Schau.

Lena Fischer gewährt einen Einblick in die Welt der Mangas und zeigt, zu was sie mit einem Stift in der Hand in der Lage ist.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Lena Fischer ist 15 Jahre alt, wohnt in Geringswalde und besucht derzeit die zehnte Klasse der Pestalozzi-Oberschule in Hartha. Das Abschlusszeugnis steht demnach erst im Sommer an und trotzdem kann sich die Schülerin schon jetzt die Position als Kuratorin ihrer eigenen Ausstellung in den Lebenslauf schreiben. Wenn Lena nämlich nicht gerade die Schulbank drücken muss, lässt sie gerne den Bleistift über Papier fliegen und dabei Motive im japanischen Manga-Stil entstehen. Das macht die 15-Jährige nun schon seit über zwei Jahren und in weniger als einer Woche werden gut 20 ihrer Werke bis zum Brunnenfest in der Stadtbibliothek unter dem Slogan „Klischee in schwarz und weiß?“ aushängen.

Ihre Bilder sind aber nicht nur Zeugnis ihres Zeichentalents und schön anzuschauen, sondern auch ein Erklärungsversuch. „Viele kennen nur die Klischeebilder und kennen sich weiter gar nicht richtig aus“, weiß Lena Fischer. Doch Mangas sind viel mehr, als Charaktere mit unnatürlich großen Augen und Frisuren, vor denen jede Tube Haargel aus Verunsicherung beginnt, über einen Berufswechsel nachzudenken. Alleine in der Lesart unterscheiden sich die japanischen Mangas zu den Comics unserer westlichen Welt – gelesen werden die Panels von links nach rechts, geblättert von hinten nach vorne. „Es gibt so viel Verschiedenes, dass man oft gar nicht weiß, wo man anfangen soll“, erzählt Lena Fischer. Ihre Ausstellung soll deshalb einen ersten Einblick in die vielfältige Manga-Kultur liefern.

Auf dieses Ziel hat die Schülerin seit Beginn des Schuljahres hingearbeitet. Ihre Ausstellung ist ein Vorhaben, das im Rahmen des Vertiefungskurses Wirtschaft an der Oberschule auf die Beine gestellt wird. „Mir geht es darum, dass die Schüler realitätsnahe Projekte aus eigenen Ideen konzipieren und damit in die Wirtschaft gehen“ erklärt Wirtschaftslehrer Roland Taffel. „Dabei lernen sie die Organisation, Absprachen zu treffen, Geschäftsbriefe zu schreiben und Pressearbeit zu betreiben. So vernetzen wir viele Bereiche miteinander.“ Vom Thema über den Slogan, Abstimmung mit der Bibliothek, Materialbeschaffung, Aufstellung des Zeitplans sowie eine Ausschreibung und der Entwurf des Plakats – all dies lag in Lenas Verantwortung. Ihre nächste Amtshandlung steht mit der Ausstellungseröffnung am Dienstag, 26. Januar, um 16 Uhr an, bei der sie im Rahmen einer kleinen Vernissage in das Thema einleitet, während Musikstücke aus Animes – den als Zeichentrick animierten Pendants der gedruckten Mangas – für die passende Atmosphäre sorgen.

Von André Pitz

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