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Döbeln Harthaer Schutzengel erlaufen 4400 Euro
Region Döbeln Harthaer Schutzengel erlaufen 4400 Euro
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00:19 19.06.2017
Mischten sich beim Schutzengellauf das erste Mal unter die Harthaer Gymnasiasten und klönten mit Thomas Böttcher: Maja (Mitte) und ihre Mitschüler aus der Grundschule Sitten. Die Neunjährige ist an Mukoviszidose erkrankt, ihre Eltern – im Bild Mutti Dorit – hatten vor acht Jahren die Idee für den Benefizlauf. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Majas Eltern waren es, die vor acht Jahren die Initialzündung für den Benefizlauf gegeben haben, der seit seiner Premiere von Lehrerin Ulrike Hansch organisiert wird. „Dorit Peeck ist eine gute Freundin von mir“, erklärt Ulrike Hansch die Zusammenhänge der Entstehung des Harthaer Schutzengellaufes, der vor fünf Jahren auch noch in Radiomoderator Thomas Böttcher prominente Unterstützung gefunden hat. Der war auch am Freitag wieder gemeinsam mit seiner Frau am Start, um für Mugge und Moderation zu sorgen. Für Ulrike Hansch erfüllt der Schutzengellauf an ihrer Schule mehrere Zwecke. Abgesehen von den in den vergangenen Jahren über 30 000 erlaufenen Euro, die dem Mukoviszidoseverein Bonn zur Verfügung gestellt werden, sei der Lauf ein gutes Mittel, um den Blick über den eigenen Tellerrand zu lenken. „Es ist immer mal angebracht, sich sozial zu engagieren und dabei zu sehen, dass es nicht allen so gut geht, wie einem selbst“, sagt sie.

Für Maja und ihre Eltern ist der diesjährige Schutzengellauf gleich mehrfach bedeutsam. Nicht nur, dass die Neunjährige mit vier ihrer Mitschüler selbst Runden um das Gymnasium dreht und Geld in den Spendentopf gesammelt hat. Ein Teil der 4400 Euro bleibt diesmal hier vor Ort. „Wir unterstützen damit die Ausbildung ortsansässiger Physiotherapeuten, damit die eine bestimmte Therapieform für Mukoviszidose-Erkrankte anbieten können“, erklärt Majas Vater Attila Peeck. Im Leisniger Solemed hat die Familie eine Physiotherapeutin dafür gewinnen können. Für die Familie hat das ganz praktische Bedeutung. Momentan fährt sie zur Atemtherapie mit ihrer Tochter nach Roßwein ins Rehazentrum. Das ist in Ordnung, kostet aber viel Zeit. „Gerade wenn Maja älter wird, verschafft ihr die Therapiemöglichkeit in Leisnig mehr Freiraum und Selbstständigkeit“, freut sich ihre Mutter. Der andere Teil der Einnahmen geht wie gehabt an den Bonner Verein, der unter anderem für das jetzt eingeführte Neugeborenenscreening gekämpft hat, um Mukoviszidose frühzeitig diagnostizieren und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen zu können.

Von Manuela Engelmann

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