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Döbeln Harthas Jugendstadtrat tagt am 6. März zum ersten Mal
Region Döbeln Harthas Jugendstadtrat tagt am 6. März zum ersten Mal
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11:50 19.02.2018
Frische Gesichter am Sitzungstisch: Beim Harthaer Jugendstadtrat wird es am 6. März ähnlich aussehen wie hier im vergangenen Jahr in Waldheim. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Hartha

Die Vorbereitungen laufen: Am Dienstag, dem 6. März, tagt in Hartha zum ersten Mal ein Jugendstadtrat. Er ist das große Finale des Planspiels Kommunalpolitik. Die Neuntklässler der Pestalozzi-Oberschule tauschen dafür mit Kommunalpolitikern die Rolle. Damit sie dies können, stehen ihnen nicht nur ihre Lehrer und die Mitarbeiter Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zur Seite, mit denen das Projekt realisiert wird: Auch die Räte der Stadt, die sich normalerweise im Rathaus für die Belange der Bürger einsetzen, treffen die Schüler: Die Jugendlichen erfahren so, wie die Politik in ihrer Stadt gemacht wird. Dies geschieht nah an der Praxis, die auch Fallstricke bereithält, etwa wenn es darum geht, wie Gewünschtes letztlich finanziert werden soll oder die Kommune über keine geeigneten Gebäude verfügt.

Planspiel nach realem Vorbild

„Die Mitarbeiter des sächsischen Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung waren ganz angetan vom Interesse und Energie der Jugendlichen“, beschreibt Albrecht Günther die Vorbereitungen. Er sitzt für die CDU im Stadtrat und hat den Vorsitz im Kultur- und Sozialausschuss. Dass Hartha nach Leisnig und Waldheim nun auch ein Schülerstadtrat hat, hält er für eine gute Sache. Das Finale soll sich von seinem realen Vorbild nicht unterscheiden: Fraktionen wurden gebildet, bei der Sitzung sollen Anträge gestellt und diskutiert werden. „Das ist kein Larifari. Sie müssen das, was sie fordern, auch begründen“, sagt er.

Stadträte erfahren, was Jugendliche bewegt

Umgekehrt bekommen aber auch die Kommunalpolitiker Einblick, was die jungen Köpfe bewegt. Während die Fraktion, die Günther begleitet, sich an den sanitären Anlagen in der Schule stört, fühlt sich die Fraktion Sozial Engagierte SchülerInnen (SES) zu wenig mitgenommen bei dem geplanten Umzug des Hortes in das Haus: „Die Jugendlichen wissen zum Beispiel noch nicht, wo der Hort Platz findet und ob das nicht mit der Essensversorgung kollidiert.“ Sie werden daher eine Anfrage an die Stadt stellen, sagt Stadtrat Stefan Orosz (Die Linke).

Räume für Jugend fehlen abseits der Klassenräume und Vereine

Die Anfrage berührt auch ihren Antrag, den sie bei der gespielten Sitzung stellen werden. Jede Gruppe arbeitet einen solchen aus. Laut Orosz wird es bei drei der vier gebildeten Fraktionen um ein Thema gehen: Es fehlt den Jugendlichen in Hartha an selbstbestimmten Räumen außerhalb der Schule – auch weil der Hort derzeit noch in der Sonnenstraße untergebracht ist. Die SES wird der Stadtverwaltung vorschlagen, ein Jugendcafé einzurichten. Mit Blick auf den Ladenleerstand in vielen Harthaer Erdgeschossen sei das nicht abwegig. Jedoch müsste geklärt werden, wo sich im Haushalt Geld finden ließe.

Aufgreifen der Themen im Stadtrat ist offen

Bleibt es beim Planspiel oder werden die Anliegen auch im echten Stadtrat diskutiert? Orosz ist skeptisch: „Meine Erfahrung der letzten drei Jahre zeigt, dass es höchstwahrscheinlich nicht aufgegriffen wird.“ Sein Vorschlag, zugleich einen Jugendbeirat einzurichten, um Jugendliche kontinuierlich einzubinden, stieß im vergangenen Jahr mehrheitlich auf Ablehnung, als die Durchführung des Planspiels beschlossen wurde.

Von Manuel Niemann

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