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Döbeln Harthas Pantoffelareal soll verkauft werden
Region Döbeln Harthas Pantoffelareal soll verkauft werden
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00:19 13.10.2017
Die ehemaligen Hausschuhwerke werden abgerissen. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Der Abriss der ehemaligen Hausschuhwerke in Hartha ist in vollem Gange. Bereits im Sommer 2016 hatte der Stadtrat für den Abriss grünes Licht gegeben.

Fläche steht zum Verkauf

Nun steht fest, was mit dem leer gefegten Areal passieren soll: Nach der Revitalisierung wird die zusammenhängende Fläche zum Verkauf angeboten. Bürgermeister von Hartha, Ronald Kunze (parteilos), geht davon aus, dass die Stadt das Grundstück gut auf dem Markt platzieren werden kann. „Aufgrund der hohen Konzentration von Autozulieferern wie Pierburg, Horizon Global oder GSH die hohes technisches Know-How mitbringen, gehen wir davon aus, dass die Flächen auf dem Markt gut verwertbar sind“, sagt Kunze. Die gute schulische Infrastruktur Harthas und die Zusammenarbeit der Unternehmen mit Studenten aus der Umgebung, seien nur einige der Gründe, warum sich immer mehr Unternehmen in der Kleinstadt niederlassen.

Künstler betroffen

Die Abrissarbeiten haben schon im September begonnen, der Rückbau der ehemaligen Hausschuhwerke soll bis Ende November ausgeführt werden. Der Abriss betrifft das komplette Areal, die einzelnen Bereiche werden laut Bauamtsleiter Ronald Fischer zeitlich versetzt abgerissen. Außer dem großen Gebäudekomplex mit 31 000 Kubikmetern Raum werden auch die beiden Pförtnerhäuschen, die Garagen und die Kalthalle abgerissen. Künstler Gerhard Dörner ist von den Maßnahmen betroffen: Momentan hat er in der Kalthalle noch sein Atelier. Wohin Dörner nach dem Abriss ziehen wird, ist bislang unklar. Die Stadt sucht mit ihm gemeinsam nach einem Ersatzdomizil. „Bisher haben wir noch nichts passendes gefunden“, sagt Dörner. Seitens Fischer wurde angegeben, dass die Stadt intensiv daran arbeitet, geeignete Räumlichkeiten für das Künstler-Atelier zu finden.

Ein Teil des Areals wurde zuletzt vom Jugendclub Bronx genutzt. Bereits Mitte der 1990er Jahre hatte die Stadt Hartha das Gelände gekauft. 80 000 Paar Hausschuhe liefen zu DDR-Zeiten täglich in den Hausschuhwerken vom Band. Mehr als 150 Jahre lang wurden in Hartha Hausschuhe produziert.

Von Maria Sandig

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