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Döbeln Hauruck schafft Platz im Harthaer Stadtwäldchen
Region Döbeln Hauruck schafft Platz im Harthaer Stadtwäldchen
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00:36 27.05.2018
Die Aufräumarbeiten im Stadtwäldchen haben begonnen. Quelle: Manuel Niemann
Hartha

Es regt sich etwas im Stadtwäldchen: Keine zwei Wochen ist es her, dass sich Anwohner an die DAZ wandten, um den Zustand des beliebten Naherholungspunkts zu beklagen. Trotz Verbots und auf eigene Gefahr betraten viele Menschen den Wald, der nach Sturm Friederike gesperrt war.

Spezialfirma bekommt Auftrag

Ordnungsamtsleiter Ronald Fischer erklärte damals, dass dem Bauhof die Technik fehle, um die zum Teilen noch in den Bäumen festhängenden, abgebrochenen Baumkronen sicher entfernen zu können. Eine Spezialfirma sei daher beauftragt worden, aber nach den Sturmschäden in der Region diese eben auch gefragt.

Sturmdoppel schadet Baumbestand

Im Oktober 2017 war erst Sturmtief Herwart, im Januar 2018 dann Friederike über das Stadtwäldchen gefegt. Schlug der erste eine Schneise, konnte der zweite Sturm noch verheerender ansetzen und ganze Bäume umpflügen.

100 Kubikmeter Holz geschlagen

Nun ging erneut ein Hauruck durch das Gehölz: Schweres Spezialgerät hat die Bäume in einem Zug gefällt, entastet und wie überdimensionale Mikadostäbchen übereinander gelegt. „Wir haben den Wald geräumt“, bestätigte Revierförster Dirk Tenzler am Donnerstag auf die DAZ-Anfrage. Er schätzt, dass ungefähr 100 Kubikmeter an fester Holzmasse bei der Aktion zusammengekommen seien.

Wäldchen bleibt vorerst noch gesperrt

Erst wenn diese abtransportiert sind, könne das Wäldchen wieder geöffnet werden. Die Fläche werde anschließend noch einmal abgegangen, um auszuschließen, dass sich nicht noch irgendwo Äste verfangen haben.

Aufforstung ist nötig

„Danach ist geplant, auch wieder aufzuforsten“, erklärte Tenzler weiter. Zwar sei unter den gefällten Fichten bereits einiges gewachsen, aber die Stadt werde an lichten Stellen zusätzliche neue Bäume anpflanzen.

Von Manuel Niemann

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