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Döbeln Hausbesitzer sollen rund 400000 Euro zahlen
Region Döbeln Hausbesitzer sollen rund 400000 Euro zahlen
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23:11 16.05.2013
Das Roßweiner Sanierungsgebiet Stadtkern: In 19 Zonen unterteil müssen unterschiedliche Beträge zwischen zwei und fünf Euro je Quadratmeter gezahlt werden.Grafik: Wüstenrot/sf

Rund 300 Grundstückseigentümer sind in Roßwein von den Ausgleichsbeträgen betroffen. "Wir erwarten durchschnittlich 2000 Euro pro Hausbesitzer", sagt der stellvertretende Bauamtsleiter Matthias Lange. Da er davon ausgeht, dass einige mit einer schnellen Zahlung Rabatte in Anspruch nehmen, rechnet er mit Einnahmen in Höhe von rund 400 000 Euro. Wer nach dem 30. April kommenden Jahres zahlt, muss die Forderungen in voller Höhe bis Ende 2014 beglichen haben. "Wir sind uns bewusst, dass es soziale Härtefälle gibt, darum bieten wir auch die Möglichkeit der Ratenzahlung", erklärt Lange. Hier werde jeder Fall einzeln geprüft.

Die 19 Zonen, in die das Sanierungsgebiet von Gutachtern des Landratsamtes in den vergangenen zwei Jahren eingeteilt wurde, haben je nach Wertsteigerung durch eine Sanierung seit 1991 unterschiedlich hohe Summen zu zahlen. Berechnet wird die gesamte Größe eines Grundstücks. "Am Markt sind es mit fünf Euro je Quadratmeter die höchsten Preise. Auf dem ehemaligen Gelände des Armaturenwerkes muss dagegen gar nichts gezahlt werden", erklärt Lange. Allein am Markt sei eine halbe Million Euro investiert worden. Und nicht nur die Sanierung von Häusern in der Umgebung, auch neue Straßen, Grünanlagen und die Beseitigung von Bauruinen spielen bei der Bewertung eine Rolle.

Zur Erhebung der Beträge ist die Stadt per Bundesbaugesetz verpflichtet. Entscheiden konnte der Stadtrat lediglich noch über die Gewährung von Rabatten und die Befreiung von öffentlichen und kirchlichen Gebäuden von der Zahlung. Stadt und Kirche müssen aber auch diese Beiträge entrichten. Zudem bestehe die Möglichkeit, den geforderten Betrag für eine weitere private Sanierung einzusetzen, anstatt zu zahlen.

Das Geld, das bei der Stadt ankommt ist ebenfalls zweckgebunden. "Wir müssen es 1:1 im Sanierungsgebiet wieder einsetzen", weiß Lange. Bedarf gebe es bei der Sanierung des Rathauses, aber auch die Förderung privater Sanierungsmaßnahmen ist aus diesem Topf möglich, wenn es sich um die Außenhülle eines Gebäudes (Dach, Fassade, Fenster, Türen) handelt. Mehr Informationen können Betroffene auch schon jetzt im Bauamt des Rathauses erhalten.

S. Fink

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