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Hausfirma spendiert Jugendhaus 500 Euro

Hausfirma spendiert Jugendhaus 500 Euro

R oßwein. Einen Ansturm auf Deutschkurse erlebt derzeit das Jugendhaus Roßwein. Viele Asylbewerber kommen dorthin, um unsere Sprache zu lernen. Das hörte jetzt auch der Roßweiner Bauunternehmer Mathias Wachs, als er im Jugendhaus einen Scheck über 500 Euro vorbei brachte.

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Einen Scheck über 500 Euro brachte der Roßweiner Bauunternehmer Mathias Wachs (l.) jetzt im Jugendhaus vorbei, sehr zur Freude der Vereinsvorstände Isabel Spickenreuther (2.v.l.) und Karolina Kempe (3.v.l). Das Jugendhaus kann das Geld gut gebrauchen.

Quelle: D. Wurzel

Und dabei auch Mogli kennenlernte, den freundlichen und aufgeschlossenen Hund von Karolina Kempe, die im Vorstand des Jugendhaus-Vereins sitzt. Mathias Wachs ist ehrenamtlicher Botschafter der Town & Country Stiftung. Town & Country ist ein deutschlandweit operierender Anbieter von Massivhäusern und Mathias Wachs deren Geschäftspartner in Roßwein. "Auch wenn es abgedroschen klingt: Wir wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben. Das ist die Idee der Stiftung", sagt Mathias Wachs. Er hat das Jugendhaus ermuntert, sein Projekt für den Stiftungspreis der Town & Country Stiftung einzureichen. Die 500 Euro sind gewissermaßen der Trostpreis, den alle 365 Projekte bekommen, die sich um den Stifterpreis bewerben. Dieser ist mit 5000 Euro dotiert und Mathias Wachs hofft natürlich, dass er nach Roßwein kommt.

 

Ob sich Mogli über den Scheck freut ist nicht ganz klar, der Jugendhaus-Verein tut es aber auf alle Fälle und kann die 500 Euro gut gebrauchen. Derzeit sind Menschen vieler Herren Länder in der Einrichtung zu Gast. "Von 100 kommen 80, um an den Deutschkursen teilzunehmen", sagt Nora Jesswein. Sie ist Sozialarbeiterin im Jugendhaus und im Vorstand des Vereins. "Für uns ist das fast schon zu gut, weil wir an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen", sagt Nora Jesswein. Sie hofft auf eine Übereinkunft mit dem Landratsamt Mittelsachsen, das für die Unterkunft der Asylbewerber zuständig ist. "Vielleicht können wir ein anderes leerstehendes Gebäude für den Unterricht nutzen", sagt die Sozialarbeiterin.

 

Zweimal in der Woche kommen die Flüchtlinge zum Unterricht, den ehrenamtliche Lehrer abhalten. Das Sprachniveau sei unterschiedlich, sagt Nora Jesswein. Manche haben schon ein bisschen Deutsch gelernt, viele beherrschen Englisch. "Manche fangen aber auch bei Null an, vor allem viele Frauen und Kinder", berichtet die Sozialarbeiterin. Oftmals müsste sie Hoffnungen der Flüchtlinge bremsen, die über das Interesse an der deutschen Sprache hinausgehen. "Viele wollen arbeiten und wir müssen ihnen dann sagen, dass dies leider nicht möglich ist", sagt Nora Jesswein.

 

Bauunternehmer Mathias Wachs hörte auch ein anderes Problem der Jugendhausleute. Die Rede ist vom Umbau des Konzertraumes, der aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr genügt. Darum dürfen dort derzeit nicht mehr als 100 Leute rein. Platz hätten natürlich wesentlich mehr. "Wir haben jetzt eine Baugenehmigung beim Landratsamt beantragt", sagt Nora Jesswein. Die kostet - das weiß Baufachmann Wachs - für den Saal-Umbau etwa 500 Euro. Vielleicht bezahlt der Jugendhaus-Verein die Genehmigung gleich mit dem Preisgeld der Town & Country Stiftung. Möglicherweise fällt auch noch ein Spezial-Kauknochen für Mogli ab.

Dirk Wurzel

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