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Döbeln Haushalt: Kriebstein auf der Suche nach 100.000 Euro
Region Döbeln Haushalt: Kriebstein auf der Suche nach 100.000 Euro
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00:37 13.04.2018
Kriebstein muss im nächsten Haushaltsjahr 100.000 Euro einsparen, sonst droht die Konsolidierung. Quelle: dpa
Kriebstein

Die Haushaltsplanung hält Kriebstein weiter fest im Griff. Dabei schien die größte Hürde mit dem Beschluss der Satzung vor knapp einem Monat schon genommen. Doch dann klingelte die Rechtsaufsichtsbehörde bei der Verwaltung mit schlechten Nachrichten durch.

Formfehler ausgebessert

„Es liegt ein Formfehler vor. Altabschreibungen können zwar weggerechnet werden, müssen aber dennoch in der Haushaltssatzung vorgetragen werden“, hieß zur Erklärung am Montag Abend zur Sitzung des Gemeinderates. „Zudem wiesen unsere Zahlen einen Fehlbetrag für das Jahr 2016 aus, der sich allerdings als Fehler erwies und somit korrigieren ließ.“ Und die ausgebesserte Fassung musste nun noch mal durch den Gemeinderat.

Anpassungen vorgenommen

Kämmerer Wolfgang Hein nutzte die Gelegenheit, um weitere Zahlen auf einen aktuelleren Stand zu bringen. So galt es die 11.000 Euro niedriger ausfallenden Schlüsselzuweisungen und die sich damit ändernde Kreisumlage einzuplanen. „Zum Ausgleich habe ich die eingeplanten Personalkosten im Kindergarten reduziert“, erläuterte Hein. Damit schmilzt ein vorher eingebauter Puffer weg, Probleme hinsichtlich des im September auf 1 zu 5 gäbe es nach Angaben des Kämmerers damit jedoch nicht.

Gemeinde muss 100.000 Euro einsparen

„Die Dramatik ist nach wie vor die selbe. Wir müssen ab dem nächsten Haushaltsjahr jährlich 100.000 Euro einsparen, um den Ausgleich zu schaffen. Wenn wir das nicht schaffen, droht uns schon im nächsten Jahr die Auferlegung eines Haushaltskonsolidierungskonzeptes“, warnte Hein. Doch woher diese Summe nehmen? Auch darüber wurde am Montagabend diskutiert – jedoch nur hinter verschlossenen Türen.

Sparmaßnahmen auf dem Prüfstand

Gespart werden könne in Zukunft zum Beispiel beim Gemeindeboten, wie Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) hinterher verriet. Den produziert die Verwaltung derzeit noch in Eigenverantwortung. Diese Aufgabe in die Hände eines Verlages zu geben, würde nach Angaben der Bürgermeisterin 14.000 Euro Ersparnis bringen. Weitere 34.000 Euro kämen dazu, wenn die Gemeinderäte ihre Haltung gegenüber einer Erhöhung der Gewerbe- sowie Grundsteuer B überdenken. Diese Option bekam vergangenen Dezember keine Mehrheit im Gremium. Euchler kündigte jedoch bereits an, in diesem Jahr einen neuen Versuch unternehmen zu wollen. „Außerdem werden die Personalkosten in der Verwaltung mit einer Arbeitsgruppe überprüft.“ Auf dem Prüfstand stehen auch die sechs Ortschaftsräte, die die Gemeindekasse unter anderem mit Sitzungsgeldern pro Jahr mit rund 8.500 Euro belasten. „Ich bin jedoch gegen deren Abschaffung, weil alle sehr aktiv und mir eine große Hilfe sind“, betont Euchler.

Von André Pitz

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