Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Heimatverein Grünlichtenberg: 85 000 Euro für neues Domizil
Region Döbeln Heimatverein Grünlichtenberg: 85 000 Euro für neues Domizil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 27.02.2018
Am alten Grünlichtenberger Feuerwehrgerätehaus muss einiges getan werden. Quelle: Sven Bartsch
Grünlichtenberg

Am Turm und auf dem Dach des alten Grünlichtenberger Feuerwehrgerätehauses sitzen nicht mehr alle Schindeln wie sie sollten. Das hat Holger Parsiegel, Vorsitzender des Grünlichtenberger Heimatvereins, noch einmal frisch mit der Kamera dokumentiert. Die Aufnahmen offenbaren zudem gleich mehrere Baustellen. „Die Dachrinnen sind in einem bedauernswürdigen Zustand“, so Parsiegel. Die Fallrohre enden knapp über den Boden, an den Sockeln sind sowohl außen als auch innen vermutliche Nässeschäden entstanden. Schäden trugen auch Decke und Bodenplatte davon, als die Gemeinde das Objekt noch zur Salzlagerung nutzte. Strom fließt teilweise noch durch Aufputz-Leitungen.

Geschätzte Kosten in Höhe von 85.000 Euro

Parsiegel und seine Mitstreiter müssen also ganz schön anpacken, wenn das alte Gerätehaus das neue Domizil des Heimatvereins werden sollte. „Wir schätzen die Gesamtkosten auf 85.000 Euro“, sagt der Vereinschef. Und das ist keine Summe, die die Grünlichtenberger aus dem Stegreif aufbringen können. Hilfe könnte über das Leader-Gebiet Sachsenkreuz+, das mit 80 Prozent Förderung winkt, kommen. Doch dieser Fördermitteltopf öffnet sich nur für Eigentümer oder langjährige Pächter. Im Januar einigten sich Verein und Gemeinde darauf, dieses Problem mit Hilfe eines Erbaurechtsvertrages zu lösen (die DAZ berichtete). An dem wird nun gefeilt, sodass das Dokument auf der nächsten Gemeinderatssitzung im März vorgelegt werden kann. Holger Parsiegel legt dabei wert auf Sicherheit für den Verein: „Bei einem negativen Fördermittelbescheid gehe ich davon aus, dass wir von dem Vertrag zurücktreten müssen.“ Das soll eine entsprechend formulierte Ausstiegsklausel regeln. Von Seiten der Gemeinde besteht die Option, dem Verein etwa durch das Erlassen der Grundsteuer unterstützend entgegenzukommen.

Kein Darlehen möglich

Ist vertraglich alles geregelt, kann der Fördermittelantrag gestellt werden. Doch das Geld fließt erst nach Umsetzung der Maßnahmen, sodass der Verein auf jeden Fall in Vorleistung gehen und auch nachweisen muss, dass er dazu in der Lage ist. Ein Darlehen der Gemeinde, wie von CDU-Gemeinderätin und Heimatvereinsmitglied Susan Braune ins Spiel gebracht, käme nicht infrage. Stattdessen besteht die Möglichkeit, die Fördermittel stufenweise – etwa alle zwei Monate – abzufragen, wie Kämmerer Wolfgang Hein informierte. Diese Möglichkeit gilt es vorher jedoch noch mit dem Sachsenkreuz+ abzuklären.

Von André Pitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Andreas Güstel liebt die Extreme – wohlgemerkt beim Klavierspielen. Der 36-jährige Leipziger hat schon auf einem Gletscher in Norwegen musiziert und auch auf der Bastei-Brücke in der Sächsischen Schweiz. Am Dienstagnachmittag gab er bei minus zehn Grad ein kleines Konzert auf dem Döbelner Obermarkt. Das blieb nicht unbeachtet.

27.02.2018

Lateinamerikanische Rhythmen und ein Hauch kubanisches Lebensfreude verbreiten Sindy Burkhardt und Steffen Golembiewski. Sonntags bringen die begeisterten Tänzer in der Hartharena Anfängern und Fortgeschrittenen Salsa nahe. Obwohl das Übung braucht, kommt der Spaß dabei nicht zu kurz.

01.03.2018

Wer Kultur in seiner Stadt will, ist am besten beraten, selbst etwas auf die Beine zu stellen. In Leisnig gehört der Verein Kulturbund zu denen, die für sich und andere etwas bieten. Als Nächstes lockt Harfenklang in den Seminarraum vom Stadtgut – die Plätze sind ausverkauft.

26.02.2018