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Döbeln Heimatverein Roßwein weckt diesmal früh die Vorfreude – mit Weihnachtskalender-Schau
Region Döbeln Heimatverein Roßwein weckt diesmal früh die Vorfreude – mit Weihnachtskalender-Schau
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19:00 20.10.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein

Noch reichlich fünf Wochen sind es bis zum 1. Advent. Der Heimatverein Roßwein will in diesem Jahr aber nicht so lange warten mit seiner weihnachtlichen Ausstellung im Museum. Die Schau zeigt diesmal viele verschiedene, alte und neue Adventskalender aus ganz Deutschland. Als Novum gibt es den ersten Roßweiner Adventskalender überhaupt.

Die Eröffnung der Ausstellung, die Martina und Richard Thiele vom Heimatverein wieder mit viel Liebe zum Detail vorbereitet und schon so gut wie fertig haben, soll bereits am 13. November sein. Vereinschefin Thiele begründet den frühen Start: „Da es diesmal um Weihnachtskalender geht und diese auch in den Geschäften schon überall erhältlich sind, wäre eine Eröffnung erst zum Weihnachtsmarkt nach unserer Ansicht zu spät. Wir finden, dass dieses Thema auch schon in die Zeit vor dem Advent passt.“

Ein zweiter, nicht unwesentlicher Grund: zum ersten Mal überhaupt gibt es in diesem Jahr einen Roßweiner Weihnachtskalender. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt der Christlichen Buchhandlung Roßwein von Ute Lomtscher und dem Heimatverein. Der Kalender hat Postkartenformat, kann versendet werden und ist mit allem Notwendigen ausgestattet, das heißt, mit einem winterlichen Motiv – in dem Fall verschneites Roßweiner Rathaus – und 24 Türchen zum öffnen. Dahinter verbergen sich hübsche, stadttypische Bildchen, wie die Weihnachtspyramide, ein Kirchenfenster, die Postmeilensäule, eine Kamelienblüte... „Der Kalender ist ab sofort in der Buchhandlung von Ute Lomtscher in der Nossener Straße erhältlich. Natürlich ist er auch in unserer Ausstellung zu sehen und kann dort ebenfalls gekauft werden“, wirbt Martina Thiele.

Insgesamt zählt die Schau 121 Weihnachtskalender. Wer sich diese ansieht, dem wird die ungeahnte Vielfalt dieses Genres erst richtig bewusst. „Dabei zeigt unsere Ausstellung wohl auch nur einen Bruchteil von dem, was es alles gibt“, sagt Richard Thiele. Das vermutlich älteste Exemplar im Roßweiner Heimatmuseum ist eine „Schlittenfahrt zur Schulweihnachtsfeier“ – ein Papierkalender mit Klapptürchen, hergestellt vom VEB Planet Verlag, also in der DDR und aus den 1970er Jahren. Es sind die ganz klassischen Kalender mit den verschiedensten Motiven zu sehen, die alle Erwachsenen noch aus ihrer Kindheit kennen. Ebenso neuzeitliche Ausgaben, die selten ohne süße Füllung auskommen. Doch Thieles wären nicht Thieles, wenn sie nicht noch viel mehr aufgetrieben hätten: zum Beispiel selbst gebastelte, kreative Stücke von Tochter Katja, in Form von Engelchen, Schächtelchen oder Tannenbäumchen.

Die wohl ausgefallensten Exponate sind Themenkalender, die sich an Freunde von Gewürzen, Tee, Kerzen und sogar Bier wenden. Es gibt aber auch Geschichten- und Miniatur-Kalender, solche, die Tipps fürs Häkeln geben, welche, die Leckerlis für Tiere enthalten oder jene mit Backrezepten. Ein ganz besonderes Teil ist riesiger Pappkalender in Form eines Flachbildschirms, der für eine Technik-Marke wirbt.

Etwa zwei Drittel der Exponate stammen von Thieles selbst, ein Drittel sind Leihgaben. Dazu gehören der Heißluftballon-Teddykalander von Brigitte Zimmermann aus Döbeln oder eine textile Handarbeit von Liane Patzelt.

„Wir sind ja immer auf der Suche nach neuen Themen für unsere Weihnachtsausstellung. In Coswig haben wir mal eine sehr schöne Schau gesehen, in der auch ein ganz alter Kalender hing. Von dem Moment an reifte die Idee“, verrät Martina Thiele. Richtig alte Weihnachtskalender seien jedoch schwer zu bekommen. Zudem müssten diese Leihgaben meist hoch versichert werden, was den finanziellen Rahmen des Heimatvereins sprengen würde.

Adventskalender-Ausstellung: Heimatmuseum Roßwein; Eröffnungstag am 13. November, 14.30 bis 17 Uhr, mit Kaffee und Kuchen im Museumskeller; weitere Öffnungszeiten: 20. Nov. 14 bis 16 Uhr, 26. Nov. 14 bis 20 Uhr, 27. Nov. 14 bis 18 Uhr und 30. Nov. 9 bis 12 Uhr

Von Olaf Büchel

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