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Heiße Eisen im Feuer: Döbelner Matec sucht Verstärkung

Heiße Eisen im Feuer: Döbelner Matec sucht Verstärkung

Beim Döbelner Kabinenhersteller Matec an der Industriestraße brummt das Geschäft. Die saisonalen Auftragsspitzen und anlaufende neue Projekte sorgen jetzt sogar dafür, dass sich das Unternehmen personell verstärken muss.

Im Stadion Bürgergarten ist kein Ufo gelandet. Vielmehr bekommt die Döbelner Sportstätte die originellste Sprecher- und Regiekabine weit und breit. Diesen ursprünglich für einen Hafenkran gedachten Prototypen einer Fahrerkabine lackierte die Matec GmbH jetzt neu und schenkt sie der Stadt. Auch mit dem Ziel, auf den Produktionsstandort Döbeln aufmerksam zu machen. Matec-Mitarbeiter Felix Helbig nahm schon mal Platz. DAZ-Fotograf Wolfgang Sens bastelte die noch in einer Fertigungshalle stehende Ka

Quelle: Wolfgang Sens

145 fest angestellte Mitarbeiter und derzeit 30 Leiharbeitnehmer schaffen es derzeit kaum, alle Aufträge abzuarbeiten. Weil die Auftragslage aber saisonbedingt etwas schwankt, setzt das Unternehmen auch auf Leiharbeitnehmer, um diese Spitzen abzufangen. "Das tun wir auch jetzt gerade wieder, in dem wir mit dem Personaldienstleister Renta eng zusammenarbeiten", sagt Geschäftsführer Stefan Thieme (34). In Anzeigen sucht das Unternehmen über den Personaldienstleister gerade Konstruktionsmechaniker und Mechatroniker. Dass die Leiharbeiter im Unternehmen keine Mitarbeiter zweiter Klasse sind, dafür sorgen auch die Kollegen vom Matec-Betriebsrat. "Es wird sich an branchenübliche Tarifverträge und Zuschläge gehalten. Zudem haben wir allein im vergangenen Jahr sechs Kollegen aus der Leiharbeit fest im Unternehmen anstellen können. Vierteljährlich verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat über weitere Festanstellungen von Kollegen aus den Leiharbeitsverhältnissen", sagt dazu Rainer Schwingenschlögl, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Matec.

 

"Ganz aktuell hat bei uns ein Kehrmaschinenhersteller seinen Bedarf von vier auf neun Fahrerkabinen pro Woche erhöht. Auch weitere Hersteller verkaufen in den Sommermonaten ihre Fahrzeuge sehr gut und schrauben ihre Produktion nach oben. So müssen auch wir mehr Fahrerhäuser und -kabinen produzieren", schildert Stefan Thieme.

 

Doch neben dem saisonalen Boom, der in anderen Monaten auch wieder abebben wird, hat Matec in Döbeln auch im Neukundengeschäft ein paar ganz heiße Eisen im Feuer. "In unserer Konstruktionsabteilung liegen in diesen Tagen gleich mehrere Projekte auf den Tischen, die in den nächsten Monaten produktionsreif sind. Wenn alles gut läuft, produzieren wir weiter auf stabilem hohen Niveau", schildert der Geschäftsführer. Das größte produktionsreife Projekt kommt aus der neu erschlossenen Sparte der Güterumschlagmaschinen. Zwei Jahre hat es vom Erstkontakt über eine Ausschreibung bis zur im Oktober geplanten Auslieferung der ersten Kabinen zu einem polnischen Hersteller gedauert. In 16 Metern Höhe wird die Fahrerkabine aus Döbeln einen Hafenkran steuern, der Container lädt. Der erste Prototyp ist bereits geliefert.

 

Matec setzt bei der Personalplanung auf Kontinuität. Im Durchschnitt arbeiten die Mitarbeiter 38 Stunden pro Woche. Saisonale und konjunkturellen Spitzen werden mit einem Plus an Leiharbeitern gemeistert. Auftragsschwächere Zeiten werden mit Arbeitszeitkonten und zeitweiser Senkung der Wochenarbeitszeit ausgeglichen. "Ziel ist es, dass wir langfristig sichere Arbeitsplätze in der aktuellen Größenordnung in unserem Werk haben. Das wollen wir auch durch ein gesundes, strukturelles Wachstum mit einer erfolgreichen und breiten Produktpalette sowie einer ebensolchen Vertriebsstrategie erreichen", so der Geschäftsführer.

Thomas Sparrer

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