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Döbeln Helfende Hände für Josefines Therapie gesucht
Region Döbeln Helfende Hände für Josefines Therapie gesucht
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15:28 07.09.2018
Janine und Ingolf Stuber suchen helfende Hände für Josefines Therapie. Quelle: Foto: privat
Roßwein/Döbeln

Josefine Stuber ist nach einer Hirnhautentzündung als Neugeborene mehrfach schwerbehindert. Ihre Eltern wollen der Siebenjährigen eine Doman-Therapie ermöglichen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt wird (DAZ berichtete). Rund 200 000 Euro kostet die Behandlung. Doch die Enkelin von Walter Stuber, einem der beiden Geschäftsführer der Roßweiner Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH hat ausgehend von ihrer Familie mittlerweile viele Unterstützer.

Inzwischen ist die Therapie von Josefine angelaufen. Im Juli waren die Eltern Janine und Ingolf Stuber mit Josefine und ihrer jüngeren Schwester in Dänemark, wo der Therapieplan speziell auf die kleine Patientin zugeschnitten wurde. Zahlreiche kleine und große Benefizaktionen haben sich aus der Initiative von Josefines Familie entwickelt, so dass jetzt erst einmal ein Jahr Therapie finanziert werden kann. Neben vielen lokalen Aktionen ist unter anderem die „Initiative Kelly e.V.“ auf Josefine aufmerksam geworden. Der gemeinnützige Verein unterstützt jährlich ein anderes Kind, das an Meningitis- sowie Meningokokken-Erkrankung leidet. In diesem Sommer sammelte er 14 000 Euro für die Domantherapie von Josefine.

Auch wenn sich die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein, Ingolf Stubers Arbeitgeber, schon seit längerer Zeit für die schwer kranke Josefine mit einsetzt, war die notwendige Domantherapie lange nicht finanzierbar. „Wir unterstützen sie schon, seit sie vier Jahre alt ist, aber diese Therapie ist für uns alleine schlichtweg nicht tragbar. In den nächsten Jahren werden dafür insgesamt 200 000 Euro fällig. Eine enorme Summe, die wir als mittelständisches Unternehmen nicht alleine stemmen können“, erklärt Dirk Eckart, wie Walter Stuber Geschäftsführer der Firma. „Die jetzt gesammelten 14 000 Euro ermöglichen das komplette nächste Jahr dieser wirklich dringenden Therapie.“

Die finanzielle Absicherung der Therapie ist die eine Seite. Aufwändig, aber sehr wichtig, sind die Übungen für die Anbahnung von Josefines Motorik, die einmal täglich, ein Jahr lang durchgeführt werden müssen. Die Bewegungsübung soll den Reflex des Krabbelns bzw. Abstoßens stimulieren und vor allem wieder aktivieren. Dafür sind immer vier Helfer notwendig. Und das ist die nächste Herausforderung für die Familie. „Alleine schaffen wir das nicht“, sagt Janine Stuber. Das dänische Ärzte-und Therapeuten-Team fand sehr deutliche Worte: Ohne die regelmäßige Übung ist eine Besserung von Josefines Zustand nicht möglich. Deshalb suchen die Stubers Helferinnen und Helfer in Döbeln und in der näheren Umgebung, die ab Ende August montags- bis freitags nachmittags, voraussichtlich gegen 16 Uhr, diese Übungen mit Josefine durchführen können. 90 Minuten dauert das Training. „Man braucht weder besonders viel Kraft noch medizinische Kenntnisse dafür. Wir zeigen, wie es geht.“ Schön wäre es, wenn acht bis zehn Freiwillige gefunden werden könnten, die sich in zwei Teams abwechseln. Als kleines Dankeschön gibt es pro Einsatz für jeden Helfer 20 Euro im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung von den Spendengeldern. Wer helfen möchte, kann sich direkt an Familie Stuber wenden unter: info@josefine-stuber.de.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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