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Döbeln Henwi-Aus in Leisnig: Eigentümer will Gebäude verkaufen
Region Döbeln Henwi-Aus in Leisnig: Eigentümer will Gebäude verkaufen
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23:42 12.12.2013
Henwi in Leisnig hat schon unzählige Räumungsverkäufe erlebt, jetzt schon wieder. Der Betreiber sieht für sein Engagement in Leisnig keinen Sinn mehr. Quelle: Wolfgang Sens

Hensgens gesteht, dass der Leisniger Stadtrats-Beschluss für die Ansiedlung eines REWE-Marktes an der Umgehungsstraße den Henwi-Rückzug entscheidend beschleunigt. "Natürlich beeinflusst so ein Ansiedlungsvorhaben die Handelslandschaft noch weiter", so die Meinung des Kaufhausbetreibers. "So ein Markt in der Peripherie wird tendenziell dazu führen, dass ein Teil der potenziellen Kundschaft die Innenstadt meidet. Unter den Umständen kann ich keine Zeichen dafür erkennen, dass die Stadt Handel und Gewerbe in Leisnig fördert." Deshalb hält Hensgens ein weiteres Engagement für den Standort Leisnig nicht für sinnvoll. Findet sich kein Interessent, der das dortige Kaufhaus weiter betreibt, ginge damit die Kaufhausgeschichte in der Bergstadt zu Ende. Etwa zehn Jahre hatte es Ralf Hensgens geführt, der auch in der Döbelner Innenstadt ein Kaufhaus betreibt. Dort musste er nach dem Juli-Hochwasser auch erst wieder geschäftlich Fuß fassen. In Döbeln-Masten existiert ein weiterer Standort. Zum Standort Leisnig sagt Hensgens: "Trotz unserer Umstrukturierung des Sortimentes zu Jahresbeginn wurde der Umsatz nicht gesteigert." Auch sei die Kundschaft in Leisnig anders strukturiert als in Döbeln, wo Marken wie beispielsweise Esprit gut laufen. "Für Leisnig mit überwiegend älterem Publikum bekomme ich die Anbieter gar nicht erst ins Programm", so Hensgens. Das Weihnachtsgeschäft wolle er noch mitnehmen, den übrigen Warenbestand dann mit in das Henwi-Zentrallager Döbeln nehmen. Hensgens bemühte sich nicht allein um den Kaufhaus-Erhalt. Er wollte auch den Wohnraum in den oberen Etagen sanieren. Dabei sollten Belange des Wohnens im Alter eine bevorzugte Rolle spielen. Kaum stand das im Raum, fragten bei ihm schon Leute an, die gern eingezogen wären. Mit den Planungen ging nichts von der Stelle. Weder die Baubehörde vom Landratsamt noch die Stadtverwaltung konnten Unterlagen zum Gebäude aushändigen, auf die sich ein Architekt hätte stützen können. Der Plan, mit dem in einem dortigen Büro bereits ansässigen Hospiz-Verein Lebenszeit gemeinsam den Gebäudekomplex zu entwickeln, kam im Sommer nach dem Döbelner Hochwasserdilemma ins Stocken. Dieses forderte das volle Engagement des Gebäudeeigentümers in Döbeln. Aus den Ideen zu Aktivitäten des Vereins im Objekt ist bisher kein tragfähiges Konzept erwachsen.

Steffi Robak

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