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Döbeln Heuwender wird Hingucker
Region Döbeln Heuwender wird Hingucker
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00:29 12.08.2015
Schweißen und Entrosten: Andreas Klößer (l.) und Alois Vorberger vom Niederstriegiser Heimatverein richten einen historischen Heuwender her. Quelle: Dirk Wurzel
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"Wir haben den Heuwender von einer Familie, die an dem Gerät eine Zugvorrichtung für den Traktor angebracht hatte. Wir richten es nun wieder mit einer Deichsel her, um ein Pferd davor spannen zu können - ganz so wie es einst gedacht war", sagt Andreas Klößer, Vorsitzender der Heimatvereins Niederstriegis. Zum Glück der Heimatfreunde ist der Heuwender voll funktionstüchtig. Die großen Räder treiben über ein Kettengetriebe die Wendevorrichtung mit ihren sechs Gabeln an, die das Heu durcheinanderwirbelte und auf diese Weise durchlüftete und wendete, damit es richtig trocken wurde. "Die Maschine war bis zum Schluss in Betrieb", weiß Andreas Klößer. Dadurch bleibt der Restaurierungsaufwand im Rahmen, beschränkt sich auf ein paar Schweißarbeiten, das Entrosten und die Säuberung der beweglichen Teile von altem Schmiermittel. Und dann streichen sie die Vereinsleute bunt an. "Je nachdem, was wir für Farbe haben", sagt Andreas Klößer. Denn die Maschine kommt als Hingucker vor das Museum.

Darum kümmern sich die 15 Mitglieder des Heimatvereins liebevoll. Die Frauen richten den Haushalt - denn das alte Bauernhaus ist zeittypisch eingerichtet - die Männer kümmern sich um das Handwerkliche. Ein weiteres künftiges Projekt ist der Wiederaufbau einer historischen Kreissäge an der alten Schmiede gegenüber dem Museum, in der auch der Gabelheuwender steht. Diese Kreissäge soll ein Transmissionsriemen antreiben, so wie die anderen Maschinen in der Schmiede auch: Schmiedehammer, Bohr- und Schleifmaschinen. Gebaut wird auch, und zwar der Stall. Der Verein will die Ausstellungsfläche des Museums vergrößern. So ziehen die Vereinsleute mit alten Ziegeln eine Verblendungsmauer vor einer Zwischenwand des Stalles hoch, haben bereits das Gewölbe verputzt. Hier soll einmal historisches Pferdezubehör, wie etwa Kumte und Zaumzeuge, Platz finden.

Am 13. September glüht dann wieder das Schmiedefeuer. Zum Tag des offenen Denkmals kommt ein Profi-Schmied nach Littdorf und führt das Handwerk der heißen Metallumformung vor. Wer will, kann verschlissene einfache Werkzeuge, wie etwa Hammer und Meißel mitbringen, und vom Profi ausschmieden lassen.

Wurzel, Dirk

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