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Hexen und eiserner Vorhang bei den Jugendtheatertagen

Hexen und eiserner Vorhang bei den Jugendtheatertagen

Eine Bühnenshow mit Hexen und schrägen Vögeln bildete Dienstagvormittag im Döbelner Theater den fulminanten Auftakt zu den 16. Kinder- und Jugendtheatertagen im Kreis Mittelsachsen.

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Die Hexe Baba-Jaga liegt am Boden und scheint von Wassilissa besiegt. Doch noch hat das Märchen von den verzauberten Brüdern kein glückliches Ende gefunden. Bei der Bühnenshow zur Eröffnung der 16. Kinder- und Jugendtheatertage am Dienstag zeigte das Mittelsächsische Theater Ausschnitte aus der Märchen-Inszenierung.

Quelle: Sven Bartsch

Mittelsachsen/Döbeln. Allein in Döbeln folgen bis Anfang Juli 16 weitere Vorstellungen, ein Schülerkonzert und ein Workshop-Tag.

 

Rund 100 Mädchen und Jungen der Mittelschule Am Holländer und des Lessing-Gymnasiums füllten den großen Theatersaal. Sie ließen sich von einer fantastischen und mysteriösen Welt in den Bann ziehen - sowohl vor der Bühne, auf der Schauspieler des Mittelsächsischen Theaters Ausschnitte von Märchen und Komödien zeigten, als auch hinter den Kulissen, wo die jungen Besucher einen Einblick erhielten, wie viele Gewerke für eine Vorstellung Hand in Hand greifen müssen.

 

"Mir haben die beiden Hexen am besten gefallen. Die waren echt zum Fürchten. Und das kurz vor der Walpurgisnacht", sagte eine Mittelschülerin. Tatsächlich begeisterten Baba-Jaga samt Hexenhaus auf Hühnerkrallen aus "Die verzauberten Brüder" und die Besen reitende Alte von Hänsel und Gretel. Doch auch das Festival der Verrückten aus dem Stück "Schräger Vogel" hatte es den Schülern angetan, wie spontanes Lachen und viel Applaus zeigten. Am Ende erklärte der Technische Direktor des Theaters, Wolfram Flemming, dass bei weitem nicht nur Regisseur und Schauspieler, sondern noch viel anderes Personal und Equipment zu einer gelungenen Vorführung beitragen. Nicht schlecht staunten die Gäste, als Flemming den eisernen Vorhang herunterfahren ließ. Jene stählerne Sicherheitsvorrichtung, die im Brandfall den Bühnenbereich mit Hauptvorhang vom Zuschauerraum abtrennen kann. Bei der Gelegenheit wurden auch gleich noch die zwei anwesenden Feuerwehrmänner auf die Bühne geholt - bei jeder Vorstellung sichern Kameraden der Feuerwehr den Brandschutz ab. Stürmischer Beifall der Zuschauer auch an dieser Stelle.

 

"Ich bin überrascht, wie diszipliniert die Döbelner Schüler bei dieser Eröffnungsveranstaltung waren. Da habe ich schon ganz anderes erlebt", lobte Kulturraumsekretär Wolfgang Kalus. Noch viel mehr solches Publikum wünscht sich Theater-Geschäftsführerin Dr. Christine Klecker im weiteren Verlauf der Jugend-Theatertage. Rund 2000 Besucher wurden im vergangenen Jahr gezählt. Daran möchte Klecker mit ihren Mitstreitern anknüpfen. "Das Organisieren der Theatertage ist für uns ein gewaltiger personeller Aufwand. Der ist aber gerechtfertigt, wenn so viele Besucher kommen und sich wie in diesem Jahr 14 Schüler-Theatergruppen aus dem ganzen Landkreis beteiligen", sagt Klecker. Ein Ausdehnen der Veranstaltungsreihe auf den gesamten Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, wie es dessen Sekretär Wolfgang Kalus gern sehen würde, sei jedoch nicht möglich. Dr. Christine Klecker: "Wir sind an unsere Grenzen gelangt."

 

Neugierig auf das, was die Schüler in den nächsten Wochen auf die Bühnen bringen werden, ist Theater-Intendant Ralf-Peter Schulze. "Wir verzichten bewusst auf irgendwelche Vorgaben, um den jungen Leuten maximalen Freiraum zu lassen", so Schulze. Der Intendant lädt dazu ein, die Vorstellungen zu besuchen: "Theater regt die Fantasie an, es ist ein großes Abenteuer, es kann Hemmungen nehmen und künftige Lebenswege mitbestimmen."

 

Karten für Döbelner Vorstellungen: Tel. 03431/71 52 22; Programm im Spielplan unter www.mittelsächsisches-theater.de ersichtlich; nächste Veranstaltung im Theater Döbeln: 8. Mai, 10 Uhr, Schülerkonzert

Olaf Büchel

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