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Döbeln Heyda wartet auf die Umlegung der B169
Region Döbeln Heyda wartet auf die Umlegung der B169
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16:35 31.08.2018
Auf einer Länge von rund 800 Metern rollen Autos und LKW über die B169 durch den Waldheimer Ortsteil Heyda. Quelle: Sven Bartsch
Heyda

Mehr als drei Millionen Autos und LKW rollen pro Jahr über die B169, die auch den Waldheimer Ortsteil Heyda tangiert. Die EU-Umgebungslärmrichtlinie sieht bei solchen Größenordnungen vor, die vom Lärm betroffenen Anwohner zu ermitteln und darüber Bericht zu erstatten. Das Ergebnis war am Donnerstagabend nun Thema im Technischen Ausschuss der Stadt.

Drei Beschwerden über Verkehrslärm

Einen Monat lang – von Mitte Juni bis Mitte Juli – hatten die Anwohner Zeit, ihre Wahrnehmung der Situation in Heyda darzulegen. Bis Ablauf der Frist gingen drei Rückmeldungen bei der Stadtverwaltung ein. „Übereinstimmend wurde in den vorliegenden Stellungnahmen zum Ausdruck gebracht, dass der Verkehrslärm als zu laut empfunden wird“, wird in der entsprechenden Beschlussvorlage ausgeführt, die Toralf Pönisch den Ausschussmitgliedern noch einmal erläuterte. „Als Ursachen werden das gestiegene Verkehrsaufkommen, bestimmte Fahrzeugarten und die Fahrbahnbeschaffenheit genannt.“ Auch Lösungsvorschläge brachten die Anwohner an. Ins Spiel gebracht wurde eine Temporeduzierung auf dem gut 800 Meter langen Straßenabschnitt, intensivere Geschwindigkeitskontrollen sowie bauliche Veränderungen wie etwa Flüsterasphalt.

Waldheim sind die Hände gebunden

Das Problem: Da es sich um eine Bundesstraße handelt, trägt die Baulast nicht die Stadt Waldheim, der damit die Hände gebunden sind. Zuständiger Rechtsträger ist in diesem Fall das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Deshalb hat die Verwaltung die Stellungnahmen entsprechend weitergeleitet, selbst einen vereinfachten Plan erstellt und aufgrund der vergleichsweise geringen Betroffenheit auf einen umfangreichen Maßnahmeplan verzichtet. Aus den Unterlagen geht hervor, dass insgesamt vier Menschen ganztägig und sieben Menschen nachts derart vom Straßenlärm betroffen sind, dass es bei Dauerbelastung bereits zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen kommen kann. Zwölf Anwohner werden zudem potenziell vom Straßenlärm belästigt, bei neun können die Geräusche bereits den Schlaf stören.

Lasuv plant Verlegung der Trasse

„Bist jetzt sind an dieser Stelle laut Lasuv noch keine Lärmschutzmaßnahmen erfolgt,“ informierte Pönisch. Fraglich bleibt, ob sich darin in nächster Zeit überhaupt etwas ändern wird. Denn die Behörde hat bereits andere Pläne für die Zukunft: Das Lasuv sieht vor, die Bundesstraße so umzulegen, dass sie Heyda schließlich weiter östlich umläuft. „Mit der Verlegung würde die Straße dann wahrscheinlich auf Döbelner Flur fallen“, so Pönisch. „Wenn alles Reibungslos verläuft, ist der Ausführungsbeginn frühestens 2020.“ Noch in diesem Jahr ist die Beantragung eines dafür notwendigen Planfeststellungsverfahrens angedacht.

Von André Pitz

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