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Hinter Hüllen: Post verwandelt sich in Gesundheitszentrum

Roßwein Hinter Hüllen: Post verwandelt sich in Gesundheitszentrum

Von der alten Post in Roßwein, dem künftigen Ärzte- und Gesundheitszentrum der Stadt, gucken zurzeit nur das Dach und die Türmchen heraus. Das Gebäude ist zu beiden Straßenseiten hin komplett eingerüstet und durch Planen verhüllt. Der Grund dafür: Die Fassadenreinigung hat begonnen und auch die Dachdeckerarbeiten starten jetzt.

Die alte Roßweiner Post, das künftige Ärzte- und Gesundheitszentrum der Stadt, ist zurzeit völlig verhüllt.

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Von der alten Post in Roßwein, dem künftigen Ärzte- und Gesundheitszentrum der Stadt, gucken zurzeit nur das Dach und die Türmchen heraus. Das Gebäude ist zu beiden Straßenseiten hin komplett eingerüstet und durch Planen verhüllt. Der Grund dafür: Die Fassadenreinigung hat begonnen und auch die Dachdeckerarbeiten starten jetzt. Diese Bauschritte gehören noch zu den geförderten Sicherungsmaßnahmen. „Die Klinkerfassade wird von einer Döbelner Firma mit Trockeneis abgestrahlt. Das Dach wird zum größten Teil mit Naturschiefer von einer Roßweiner Firma neu eingedeckt. Wir sind sehr darauf bedacht, Firmen aus der Stadt oder der Region in die Sanierung einzuziehen“, erklärt Gabi Zemmrich, die das Ärztehaus-Projekt leitet.

Die Außentüren und -tore sind ausgebaut. Mitarbeiter der Roßweiner Diakonie-Werkstätten arbeiten diese wieder auf. Bei den Fenstern macht diese Variante laut Zemmrich keinen Sinn, weshalb neue Holzfenster geplant sind. „Wir legen noch heute mit dem Denkmalschutz die Farbgebung fest, dann erfolgt die Ausschreibung“, sagte die Projektleiterin am Mittwoch.

Dass der Roßweiner Allgemeinarzt Clemens Otto Anfang April des nächsten Jahres die erste Praxis im Hauptgebäude der ehemaligen Post eröffnen kann, ist weiterhin das Ziel. „Wir müssen jetzt Gas geben, um das zu schaffen“, sagt Gabi Zemmrich. Sobald die Sicherungsarbeiten an der Gebäudehülle abgeschlossen sind, geht es drinnen weiter, zum Beispiel mit der Elektrik, der Heizung, den Sanitäranlagen.

Schnell soll es mit den straßenseitigen Fassadenarbeiten und dem Dach auch deshalb gehen, damit das Gerüst aus dem Gehwegbereichen entlang der Döbelner Straße und der Poststraße wieder verschwinden kann. Zurzeit sind Bereiche der Fußgängerwege gesperrt, wodurch es auch zu Einschränkungen bei der Fahrbahnquerung an den dafür vorgesehen Fußgängerampeln kommt. „Wir haben mit der Dachdeckerfirma Götze gesprochen. Zirka drei Wochen sollen die Arbeiten am Dach dauern“, sagt Gabi Zemmrich.

Wer übrigens mal eine Zeit lang ein Glockengeräusch vom Dach der alten Post vernommen hat, der hat durchaus richtig gehört. Das Gebäude verfügt über zwei Glocken die noch funktionieren und die erhalten bleiben sollen. Beabsichtig ist, diese vom Dach zurück in das Glockentürmchen zu verlegen, wie es früher einmal gewesen ist. Genau so ist eine Instandsetzung von Mutter- und Tochter-Uhr vorgesehen. Projektleiterin Zemmrich: „Wir haben die Glocken mal ausprobiert, dann aber wieder abgestellt. Auch wenn das Ärzte- und Gesundheitszentrum fertig ist, sollen die Glocken nicht ständig, sondern vielleicht nur zu bestimmten Zeiten und Anlässen läuten.“ Der Grund dafür: Im oberen Geschoss des Gebäudes wird es eine Physiotherapie-Praxis geben. Ein regelmäßiges Läuten dürfte bei Behandlungen störend sein.

Nach wie vor ist geplant, eine neue Rettungswache im Gebäudekomplex zu installieren, die einmal die Naußlitzer Wache ersetzen soll. Verschiedene Abrissarbeiten im hinteren Bereich der Gebäude sind dafür erfolgt. Für den Neubau der Fahrzeughalle stehe aber noch die Genehmigung aus.

Von Olaf Büchel

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