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Döbeln Originelle Gestaltungsidee für Schaufenster
Region Döbeln Originelle Gestaltungsidee für Schaufenster
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18:54 13.07.2018
Historisches Foto von Carl Sättlers Konfektions- und Modehaus am Leisniger Markt – klebt es bald riesig an der Scheibe eines leeren Schaufensters? Quelle: privat
Leisnig

Leere Schaufenster haben auch immer etwas Beschämendes für die Stadt: Hier ist der Handel dem Untergang geweiht, besagt jedes Geschäft, wo nichts mehr über den Ladentisch geht. Wie das zumindest optisch zu beheben ginge, das war jüngst am Rande einer Zusammenkunft vom Gewerbeverein Leisnig Thema. Dabei wurde eine originelle Lösung diskutiert, die auch technisch für umsetzbar gilt: Historische Fotos, wie es in einem Friseur- oder Fleischergeschäft früher aussah, könnten auf die großflächigen Scheiben aufgebracht werden – ein Blick in den Laden und in die Geschichte.

technisch machbar, optisch ansprechend

Mathias Voigtländer, Inhaber vom gleichnamigen Werbegrafik-Unternehmen, meint, das wäre durchaus zu machen, sofern Fotos oder Reproduktionen in einer annehmbaren Auflösung vorhanden seien. Er habe jedenfalls etwas Ähnliches schon andernorts gesehen und fand es optisch ansprechend.

Schon einmal leere Schaufenster gefüllt

In Leisnig gab es schon verschiedentlich Versuche, gemeinsam mit Vereinen leer stehende Schaufenster zu gestalten. Beispiele davon sind noch heute im Stadtbild zu entdecken. Einstmals liebevoll ausgestaltet, ist den Auslagen teils zwar anzusehen, dass sie schon seit mehreren Jahren ausgestellt und Sonne ausgesetzt sind. Doch sie zeugen noch immer vom aktiven Vereinsleben in der Stadt.

Zustimmung der Hauseigentümer nötig

Neben Unterstützern, die die Gestaltung tatkräftig in die Hand nehmen, müssen andererseits auch Exponate zur Verfügung gestellt und nicht zuletzt auch die Hauseigentümer dafür gewonnen werden, dass sie ihre teils gänzlich leer stehenden Häuser für diese Aktion öffnen.

Mancher wollte dafür schon Geld sehen

Wie in der gleichen Vereinssitzung auch angesprochen wurde, habe es bei ähnliche Ideen, unansehnliche leere Schaufenster gestalten zu dürfen, sofort die Ansage gegeben, dass der Hauseigentümer dafür Geld sehen will.

Erst einmal vorsichtig sondieren

Ob sich nun mit der neuen Idee eine Frischekur im Stadtbild von Leisnig andeutet, bleibt eine spannende Frage. Die Mitglieder vom Gewerbe- und Verkehrsverein um ihren Vorsitzenden Sven Wolf wollen zunächst sondieren, ob ihnen Hauseigentümer bei ihrer Idee entgegen kommen würden.

Verein kann keinesfalls dafür zahlen

Eins ist Fakt: Dafür, dass leere Schaufensterscheiben zugunsten eines ansehnlichen Stadtbildes aufgehübscht werden, will und kann der Gewerbeverein aus der Vereinskasse den privaten Eigentümern nicht auch noch Geld bezahlen.

Hingucker kann die Stadt vertragen

Voigtländer: „Den einen oder anderen derartigen Hingucker in der Stadt könnte ich mir allerdings schon gut vorstellen.“ Jetzt muss nur noch die Idee ein wenig reifen und auf offene Ohren stoßen bei jenen Hauseigentümern, die derzeit ihre Ladengschäfte nicht vermietet bekommen.

Von Steffi Robak

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