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Hoch die Hände: Kindertagesstätte „Wirbelwind“ feiert 60. Geburtstag

Leisnigs größte Kindereinrichtung Hoch die Hände: Kindertagesstätte „Wirbelwind“ feiert 60. Geburtstag

Die Kindereinrichtung an der Eulenbergstraße feierte am Donnerstag ihren 60. Geburtstag. Kinder, Erzieher, Eltern und Großeltern zelebrierten gemeinsam ein großes Fest. Derzeit werden 169 Kinder von 18 Erzieherinnen betreut. Schon im März nächsten Jahres erreicht die Einrichtung mit dem großen Garten ihre Kapazitätsgrenze.

Alle auf einem Haufen: 169 Kinder werden derzeit von 18 Erzieherinnen in der Kindertagesstätte „Wirbelwind“ an der Eulenbergstraße betreut.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Das Kinderlachen ist schon von weitem zu hören, aufgeregte Erzieherinnen tummeln sich im Garten. In der Kindertagesstätte „Wirbelwind“ war am Donnerstag großes Tohuwabohu. Das 60-jährige Bestehen wurde gefeiert – und wie! Gabriele Marder, Chefin der Kita „Wirbelwind“ in Leisnig, ist aufgeregt. Es gibt viel zu tun, viel zu organisieren. Trotzdem überwiegt die Freude über das große Fest. Wenige Stunden vorher blickt sie zurück.

„Ich bin seit 1991 Leiterin der Kita. Seitdem habe ich so manchen Generationswechsel erlebt“, sagt sie. Ihre früheren Schützlinge sind mittlerweile selber Eltern und bringen ihre Kinder zu Gabriele Marder in die Kindertagesstätte. „Das ist schön zu sehen und bestätigt uns in unserem Tun“, so die Leiterin. Hinzu kommt, dass Gabriele Marder die Leisniger gut kennt. Ein Schwätzchen hier, ein Schwätzchen da. Man trifft sich auf der Straße, man hat sich gern.

Einst Dauerheim, heute Kindertagesstätte

Das Haus, in dem die Einrichtung untergebracht ist, ist schon über 100 Jahre alt. Im Jahr 1957 wurde hier das Dauerheim untergebracht, ebenso wie Wochen- und Tageskrippe. Seit 1984 gibt es das Dauerheim nicht mehr. „Kurz nach der Wende habe ich die Kindertagesstätte mit Integration übernommen“, erinnert sich Gabriele Marder. Seitdem ist die Einrichtung stetig gewachsen. 169 Kinder werden derzeit betreut – aufgeteilt in elf Gruppen. 18 Erzieher kümmern sich um die kleinen Knirpse. „Im März nächsten Jahres sind wir vollständig ausgebucht“, weiß die Kita-Chefin.

Am Donnerstag wiesen bunte Luftballons den Weg in die Kita. Bereits am Montag begannen die Vorbereitungen. Der große Garten wurde mit allerlei Fahnen geschmückt. Der wiederum ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Kindertagesstätte. „Unser Garten bietet Idealbedingungen für die Kinder. Er ist weitläufig und grün.“ Und er wird immer weiter ausgebaut. Derzeit werden die Vorbereitungen zum Errichten einer Nestschaukel getroffen. Ein Baum, der zum 45-jährigen Bestehen gepflanzt wurde, steht mittlerweile in voller Blüte und bietet den Steppkes Schatten beim Spielen im Garten.

Für Unterhaltung sorgte am Donnerstagnachmittag ein Schausteller, der mit seinen Einlagen für Spiel und Spaß sorgte. Auch die Tanzgruppe der Spielträumer, dem Verein des Jugendhaus Naundorf, präsentierte sich und führte ein Tänzchen auf. Mit Trainerin Solveig Reich studierten sie eine Choreografie ein, die zum gestrigen Kinderfest gezeigt wurde.

Krabbelstube unterstützt Eingewöhnung

Am Leitbild der Einrichtung wird sich auch nach 60 Jahren nichts ändern. „Das Kind wird nicht erst ein Mensch – es ist schon einer“ lautet der pädagogische Ansatz, der auch in Zukunft gepflegt werden soll. Ausgangspunkt und Inhalt der pädagogischen Arbeit sind die Lebenssituationen der Kinder und Familien. Den Ansatz, künftige Kita-Besucher möglichst frühzeitig an die Einrichtung zu gewöhnen, wollen Gabriele Marder und ihr Team ebenso weiterführen. Dazu gehört auch die regelmäßig stattfindende Krabbelstube, die jeden ersten Mittwoch im Monat von 15.30 bis 16.30 Uhr – außer im Juli und August – stattfindet.

Von Stephanie Helm

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