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Döbeln Hochwasserschutz in Döbeln rückt in den nächsten Bauabschnitt vor
Region Döbeln Hochwasserschutz in Döbeln rückt in den nächsten Bauabschnitt vor
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00:21 09.09.2017
Mit dem Bau der notwendigen Rampen hat der nächsten Bauabschnitt des Hochwasserschutzes für Döbeln begonnen. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
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Döbeln

Beim Bau des Hochwasserschutzes für Döbelns Innenstadt sind die Bauarbeiten in den nächsten Bauabschnitt vorgerückt. Jetzt wird die Flutmulde zwischen der Brücke Straße des Friedens und der Niederbrücke verbreitert. In dem 400 Meter langen Abschnitt werden an beiden Uferseiten insgesamt 800 Meter Bohrpfahlwände errichtet. Die mit Beton gefüllten Bohrpfähle reichen bis zu 14 Meter in den Untergrund.

Wie bei den anderen Bauabschnitten am Busbahnhof und an der Brücke Bahnhofstraße werden die Bohrpfahlwände wieder mit einer Vorschalwand aus gefärbten Beton verblendet. Das gibt dem vielen Beton die Optik einer Natursteinmauer.

Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die Firma Hundhausen, Niederlassung Erzgebirge, das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Das Unternehmen baut bereits im Abschnitt zwischen Niederbrücke und Brücke Bahnhofstraße und rückt nun einfach im Lauf der Flutmulde weiter flussaufwärts.

„Insgesamt sind für den neuen Bauabschnitt rund neun Millionen Euro Kosten und knapp zwei Jahre Bauzeit bis Juni 2019 veranschlagt“, sagt Stefan Hain, der verantwortliche Projektleiter beim Betrieb Elbaue/Mulde/Untere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen. Der Abschnitt ist doppelt so lang, wie der letzte Bauabschnitt zwischen Niederbrücke und Brücke Bahnhofstraße. In diesem wurde seit Juni 2016 gebaut. Die Betonarbeiten sind in dem Bereich soweit abgeschlossen. Hier wird jetzt nur noch im Flußbett gepflastert. Zudem müssen in den nächsten eineinhalb Monaten noch die Widerlager unter der Brücke in der Bahnhofstraße mit einem speziellen Betoninjektionsverfahren verstärkt werden, um die Brückenstatik noch stabiler zu machen. Danach soll das Trapezprofil der Böschung unter der Brücke abgebaggert werden und dem abfließenden Wasser noch mehr Raum verschafft werden.

Das Hochdruckinjektionsverfahren, bei dem Röhren ins Fundament gebohrt und mit Hochdruck mit Beton verpresst werden, wird auch wieder im neuen Bauabschnitt an den Gebäuden am Körnerplatz und am Pferdebahnmuseum angewendet. So werden die Häuser, an die der breitere Flutgraben direkt heranreichen wird, stabil gemacht.

Im neuen Bauabschnitt haben nach dem Abriss von Garagen an der Neugasse jetzt die Arbeiten zum Bau einer bauzeitlichen Rampe begonnen. Dort rollen die Laster mit dem Erdaushub aus der Baustelle und die Betonlaster hinein. Auf der gegenüberliegenden Seite wird ebenfalls eine bauzeitliche Rampe zur Anbindung an die Baustelleneinrichtungsfläche gebaut. Deshalb ist der kleine städtischen Parkplatz, der sich an den Kaufland-Parkplatz anschließt, gesperrt.

Von Thomas Sparrer

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