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Döbeln Hochwasserwarnstufe 2 in Leisnig und Kriebstein, sinkender Pegel in Döbeln
Region Döbeln Hochwasserwarnstufe 2 in Leisnig und Kriebstein, sinkender Pegel in Döbeln
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16:02 23.02.2017
In Fischendorf nagte gestern Nachmittag die Mulde schon an den Häusern. Hier wurde bereits die Hochwasserwarnstufe 2 erreicht. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln/Leisnig/Waldheim

Mit gemischten Gefühlen beobachten die Menschen in der Region derzeit die Flüsse. Besonders in Leisnig, wo die Freiberger Mulde in Fischendorf bereits Grundstücke flutete und den Wohnhäusern sehr nahe kam, sind Feuerwehrkräfte, Bauhof und Verwaltung in Bereitschaft gegangen. In Leisnig war am Donnerstagnachmittag der Pegel auf 4,79 Meter gestiegen. Neben Lichtenberg war die Bergstadt damit der einzige Ort in Sachsen, an dem der Pegel die Hochwasserwarnstufe 2 überschritten hatte. „Am Pegel Leisnig kann im Tagesverlauf auch noch der Richtwert der Alarmstufe 3 erreicht werden“, sagt Karin Bernhardt, Pressesprecherin des Landeshochwasserzentrums. „Auf Grund des gefallenen Regens und der Schneeschmelze kam es zu einem generellen Anstieg der Wasserführung im Vorhersagegebiet, vor allem im Bereich der Freiberger Mulde und ihrer Zuflüsse. Hier wurden die Richtwerte der Alarmstufe 1 erreicht oder überschritten. In den Oberläufen der Freiberger Mulde ist die Wasserführung aber aktuell stagnierend bis leicht rückläufig. Dieser Trend wird sich im weiteren Verlauf fortsetzen“, so das Landeshochwasserzentrum. Die Wasserführung der Zschopau war am Donnerstag schwankend und bewegte sich verbreitet im Bereich der Alarmstufe 1. Am Pegel Kriebstein wurde der Richtwert der Alarmstufe 2 im Verlauf des Tages erreicht. „Wir haben Kontrollgänge eingerichtet. Sperrungen wegen Hochwasser sind bisher aber noch keine notwendig. Wir beobachten, wie alle, die Wetterlage“, sagt Waldheims Ordnungsamtsleiter Bernd Meinel.

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Hochwasserwarnstufe 2 in Leisnig und Kriebstein, wieder sinkender Pegel in Döbeln

In Döbeln klingelte am Donnerstagmorgen um 2 Uhr das Diensthandy von Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller und signalisierte, dass eine Hochwassermeldung per Fax im Rathaus eingegangen war. „Wir haben ab 5 Uhr im Ordnungsamt stündliche Kontrollgänge an allen Brücken, Wehren und Durchlässen eingerichtet“, sagt Jürgen Müller. Kurzzeitig rechnete man im Döbelner Rathaus noch mit dem Erreichen der Alarmstufe 2. Doch der Pegel der Mulde in Mahlitzsch hatte um 11 Uhr mit 244 Zentimetern seinen Höchststand erreicht. Danach sank der Wasserstand am Nachmittag wieder stündlich um ein bis zwei Zentimeter.

In der aktuellen Hochwasserwarnung aus Dresden vom Nachmittag geht das Landeshochwasserzentrum von einer Entspannung aus, weil die Niederschläge nachlassen. In Bereichen, wo noch eine Schneedecke vorhanden ist, wird die Schneeschmelze zunächst anhalten.

Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller beobachtet mit seinen Kollegen die hohe Wassermenge in der Mulde und im verbreiterten Flutgraben: „Wir haben noch keine Extremlage.“ Dennoch stand bereits am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr Bauunternehmer Sven Weißflog mit einem Bagger auf der Döbelner Oberbrücke. „In Abstimmung mit dem städtischen Bauhof beseitigte er einen größeren Baumstamm, den die Wassermasse angeschwemmt hatten“, schildert Jürgen Müller.

Von Thomas Sparrer

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