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Döbeln Höhere Kita-Beiträge in Großweitzschen beschlossen
Region Döbeln Höhere Kita-Beiträge in Großweitzschen beschlossen
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00:30 28.11.2015
Eltern greifen für ihre Sprösslinge ab kommenden Jahr tiefer in die Tasche: Die Gemeinde Großweitzschen hat höhere Elternbeiträge für die Kita Pfiffikus und den Hort beschlossen. Quelle: Wolfgang Sens
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Grossweitzschen

Nun ist es amtlich: Die Mitglieder des Großweitzschener Gemeinderates haben die geplante Erhöhung der Elternbeiträge für Kindereinrichtungen in der Kommune bei einer Gegenstimme beschlossen. Ab Januar 2016 steigen die anteiligen Kosten für Eltern wie folgt: Für den Bereich Krippe fallen monatlich bei einer neunstündigen Betreuung 200 Euro an (vorher 185 Euro), für die Kita 105 Euro (vormals 92 Euro), im Hort für fünf Stunden 52 Euro und 62 Euro bei sechs Stunden an. Auch auf ein neues, geringfügig gestiegenes Mehrbetreuungsgeld einigte sich der Gemeinderat. Für die angefangene Stunde werden im Hort künftig 2,20 Euro fällig, in der Krippe 2,80 Euro und im Hort 5,40 Euro.

Lange war im Vorfeld über die Kostenerhöhung diskutiert wurden. Dabei hatte es sich der Gemeinderat nicht gerade leicht getan. Es ging vor allem darum, welche Erhöhung schließlich vertretbar sei. Drum herum kam die Kommune nicht, weil es eine gesetzliche Grundlage gibt. Die Verwaltung hatte eine Anhebung für die Betreuung von Krippenkindern in Höhe von 15 Euro, für Kindergartenkinder 13 Euro, für eine fünfstündige Hortbetreuung 8 Euro und bei einer sechsstündigen Betreuung 9 Euro vorgeschlagen. Diesem Vorschlag folgten die Räte nun mit ihrem Beschluss. Laut Kindertagesstättengesetz müssen sich Eltern von Krippenkindern mit 20 bis 23 Prozent und die von Kindergarten- und Hortkindern mit 20 bis 30 Prozent an den Betriebskosten beteiligen. Nach der geplanten Erhöhung wären das 21,5 Prozent der Betriebskosten für einen Krippen-, 24,55 Prozent für einen Kindergarten- und 24,9 Prozent für einen Hortplatz. Damit liegt Großweitzschen im guten Mittel.

Notwendig wurde die Erhöhung unter anderem, weil Betriebskosten gestiegen sind, obwohl durch den Neubau der Kita „Pfiffikus“ Heizkosten extrem eingespart werden konnten. Gemeinderat Arne Philipp würdigte dies positiv. „Mit der neuen Kita konnten wir rund 7000 Euro Heizkosten einsparen. Super, dass sich das Energiesparkonzept so durchgesetzt hat.“ Allerdings kommen Personalkosten (Tarifabschlüsse des öffentlichen Dienstes gelten ab 1. Juli) zum Tragen und vor allem anfallende Kosten für die Reinigung der neuen Kindertagesstätte. Das Gebäude verfügt über eine wesentlich größere Fläche und mehr Glaselemente sowie Fenster. Das hat die Verwaltung bereits erkannt und dem gegengesteuert: Im Mai dieses Jahres stellte man eine Reinigungskraft ein. Die Serviceleistungen seien auf über 1000 Euro Mehrkosten im Monat angestiegen, hieß es während der Ratssitzung weiter.

Ebenfalls erhöhten sich in diesem Jahr die Kosten für Essen. Dabei handele es sich um keinen unerheblichen Betrag. Auch der Betreuungsschlüssel hat sich beziehungsweise wird sich verändern: Eine Kindergärtnerin betreute bis August 13 Kinder, ab September sind es 12,5 und ab dem Jahr 2016 werden es zwölf Mädchen und Jungen sein. Der Schlüssel bei den Krippenkindern ändert sich ab Mitte 2017. Auch das habe Auswirkungen auf die Personalkosten. Insgesamt werden derzeit 20 Kinder mehr betreut als zuvor in der ehemaligen Einrichtung.

Von Natasha G. Allner

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