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Höhere Mehrwertsteuer: Sauna im Döbelner Stadtbad wird teurer

Höhere Mehrwertsteuer: Sauna im Döbelner Stadtbad wird teurer

Schlechte Nachrichten für alle Saunagänger im Döbelner Stadtbad. Zum 1. Juli tritt ein Gesetz in Kraft, wonach Saunabetriebe nicht mehr unter eine Sonderreglung bei der Mehrwertsteuer fallen.

Statt sieben Prozent müssen Saunabetreiber nun 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die Saunaeintrittspreise entrichten. Für die Saunagäste im Döbelner Stadtbad bedeutet das: Zum 1. Juli steigen die Eintrittspreise pro Person um 50 Cent. Zwei Stunden Sauna mit Schwimmhalle kosten nunmehr acht Euro statt 7,50 Euro. Ermäßigte Eintrittspreise kosten künftig sieben statt 6,50 Euro, die Familienkarte für zwei Stunden Sauna kostet 16 statt bisher 15 Euro. Die letzte Preiserhöhung im Stadtbad gab es zum 1. Januar 2011. Seitdem sind die Eintrittspreise in Schwimmhalle, Sauna und Freibad unverändert geblieben. Im Freibad und der Schwimmhalle bleiben die Preise gleich. Hier bleibt es auch bei sieben Prozent Mehrwertsteuersatz.

 

Der bisherige Verlauf der Freibadsaison in Döbeln bleibt nach Auskunft von Simone Jentzsch von den Döbelner Stadtwerken unter den Erwartungen. 2000 Besucher zählte das Freibad bisher im wetterseitig sehr durchwachsenen Juni. In der Schwimmhalle werden ansonsten in einem Monat 5000 Besucher gezählt.

 

Eingeschränkt wird die diesjährige Freibadsaison zudem noch im Spätsommer. Denn nach Ende der Sommerferien wird eine Baustelle eingerichtet. Am Saunagarten wird ein Schöpfbauwerk für Brauchwasser und an der Liegewiese auf der Muldenseite ein großes Schöpfbauwerk für Oberflächenwasser errichtet. Vorstellen muss man sich darunter einen großen Betonkasten, der das Wasser aus allen Rohren und Schleusen aufnimmt und mit Pumpentechnik in die Mulde beziehungsweise das Brauchwasser in den Hauptkanal befördert. Der größere der beiden Betonkästen für das Oberflächenwasser entsteht an der Liegewiese und ist allein neun Meter lang, sechs Meter breit und fünf Meter tief. Wegen dieser Tiefe und dem dort vorherrschenden Grundwasser muss zwingend im August/September gebaut werden. Dann sind Grundwasser- und Muldenspiegel im Jahresmittel am niedrigsten. "Das Wetter muss mitspielen. Starke Niederschläge im Spätsommer können wir nicht gebrauchen", sagt Stadtwerkechef Reinhard Zerge. Denn die beiden Hebewerke für den Hochwasserschutz des Stadt- und des Freibades sind eine 800 000 Euro-Investition. Sie wird vollständig mit Fördermitteln finanziert. So lange das Wetter mitspielt wollen die Stadtwerke, als Betreiber des Stadtbades das Freibad nach den Ferien trotz der Bauarbeiten offen halten.

 

Die beiden Schöpfbauwerke sind vorbeugender Hochwasserschutz, weil etwa die Sauna bei Extremwetterlagen zuerst mit Oberflächenwasser voll lief. Zudem musste der Badbetrieb bei steigendem Pegel der Mulde eingestellt werden, wenn die Wasserhöhe die Abflüsse erreichte und die Sicherungsklappen sich schlossen. Um das Bad gegen Hochwasser der Mulde zu schützen, wird zudem noch eine Flutmauer am Bad gebaut.

Thomas Sparrer

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