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Döbeln Hohes Geländer bleibt – Mulde wird nicht zum Canale Grande
Region Döbeln Hohes Geländer bleibt – Mulde wird nicht zum Canale Grande
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12:18 24.10.2016
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Döbeln

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Das ganze Ideenwerk sei nicht ernsthaft verfolgt worden, warf die FDP/FW der Verwaltung in ihrem Antrag vor und forderte, mit dem im Sparstrumpf der Stadt geparkten Preisgeld von 20 000 Euro ein von der Landestalsperrenverwaltung unabhängiges Planungsbüro zu beauftragen und zu prüfen, was umsetzbar wäre. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) fühlte sich persönlich angegriffen und ließ seinen technischen Dezernenten Thomas Hanns reagieren. Hanns hatte den siegreichen „Canale-Grande-Entwurf“ auf einer Schautafel mitgebracht. Er selbst war einer der Mitwirkenden an dem Beitrag. Dass von den Ideen nichts umgesetzt werde, sei falsch. Die Kernidee, den Flutgraben anzustauen und Gondeln fahren zu lassen, funktioniere nicht, weil das Gefälle der Mulde dafür ein riesiges Staubauwerk erfordere. Die Ideen die Uferbereiche des Flusses erlebbar zu machen, wurden und werden umgesetzt. Hanns nannte als Beispiel den Uferweg zwischen Oberbrücke und Staupitzsteg. Zwischen Kauflandsteg und Niederwerder entstehe ein weiterer. Mit der Landestalsperrenverwaltung sei man einig, dass die Uferbereiche am Pferdebahnmuseum und am Steigerhausplatz gegenüber der Stadtwerke auf Kosten der LTV terrassiert und erlebbar gestaltet. „So wird aus Canale Grande ein wenig Brühlsche Terrassen in Döbeln, um bei den Metaphern zu bleiben“, so Hanns. Im Gegenzug hatte die Stadt der LTV die Kosten für einen Ersatz-Fußgängersteg erspart, wenn die Brücke Straße des Friedens abgerissen und neugebaut wird. Als zeitweiser Ersatz soll der Kauflandsteg dienen. Thomas Hanns favorisierte, die 20 000 Euro Preisgeld für greifbare Dinge einzusetzen, welche das Mulde-Ufer schöner machen und nicht für eine Studie, welche schon angefertigt werde. Denn im Auftrag des Tourismusverbandes wird eine Untersuchung zur Erlebbarkeit und den Möglichkeiten an der Mulde zwischen Döbeln und Eilenburg erarbeitet.

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Von Thomas Sparrer

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