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Döbeln Hund und Mensch in Bewegung: Tierheimfest zieht 400 Gäste
Region Döbeln Hund und Mensch in Bewegung: Tierheimfest zieht 400 Gäste
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00:23 20.05.2015
(H)und hopp: Schäferhündin Nele und ihr Frauchen Birgit Möbius zeigten zum Tierheimfest in Ostrau den bewegungsintensiven Hundesport Agility. Quelle: Sven Bartsch
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Sonja ist heimgekehrt

Jetzt ist Sonja ein aufgewecktes und neugieriges Hundemädchen, das ihr Herrchen ganz schön fordert. Rainer Eybel mit Hündin Sonja besuchte am Sonnabend das Fest im Tierheim "Wiesengrund", war einer von etwa 400 Gästen. Und etliche hatten ihre Hunde dabei.

Nele hat nie im Tierheim gelebt. Die zweieinhalbjährige schwarze Schäferhündin stammt aus dem Zwinger "von den wilden Teufeln". Nele führte auf dem Tierheimfest gemeinsam mit ihren vier- und zweibeinigen Kollegen des Hundesportvereins Ostrau den Hundesport "Agility" vor. Die Hauswölfe absolvieren dabei einen Hindernis-Parcours, springen unter anderem über Hürden und kriechen durch Tunnel. "Einparken" sagt Neles Frauchen Birgit Möbius. Ihre Hündin platziert sich zwischen ihren Beinen und wartet, dass Birgit Möbius das Spielzeug wirft. Als sie den Ball am Strick schmeißt, saust Nele los, hüpft über eine Hürde, sucht das Spielzeug und apportiert es brav. Feiner Hund!

"Das Tierheimfest ist die Möglichkeit, um auf uns aufmerksam zu machen. Sonst hat man schlechte Chancen, jemanden zu begeistern", sagt Mario Becker, Vorsitzender des Vereins Tierschutz Döbeln, der das Tierheim am Wiesengrund in Ostrau betreibt, sechs fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt und 100 Mitglieder hat. "Mein Wunsch ist, noch das eine oder andere zusätzliche Vereinsmitglied zu gewinnen", sagt Mario Becker. Zurzeit leben zehn Hunde im Tierheim am Wiesengrund und etwa 40 bis 50 Katzen. Die Anzahl der Samtpfoten lässt sich nicht genau angeben, weil dazu auch scheue freilebende Katzen gehören. Das exotischste Tier ist derzeit eine griechische Landschildkröte und Kakadu Jacko dasjenige, welches seit 20 Jahren und damit am längsten im Tierheim lebt. Der Vogel ist mittlerweile sein Maskottchen.

"Es steht und fällt mit dem Geld", sagt Mario Becker. Den Betrieb des Tierheims bezahlt der Verein mit Spenden und der Pauschale, welche die Kommune pro Fundtier an den Verein weitergibt. Der seit Anfang des Jahres geltende gesetzliche Mindestlohn schlug auch hier ins Kontor. "Wir mussten die Öffnungszeiten anpassen und haben in Absprache mit den Mitarbeitern auch die Arbeitszeiten verkürzt", erläutert der Vorsitzende, wie der Verein die Mehrkosten stemmt.

Dirk Wurzel

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