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Döbeln Hunderte Strohballen brennen auf einem Pferdehof in Aitzendorf
Region Döbeln Hunderte Strohballen brennen auf einem Pferdehof in Aitzendorf
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15:34 21.01.2016
Die Kameraden der Feuerwehr kümmern sich in Aitzendorf um letzte Löscharbeiten. Quelle: Sven Bartsch
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Aitzendorf

Der Reitstall Sven Schlimpert im Geringswalder Ortsteil Aitzendorf hat eine nervenaufreibende Nacht hinter sich. Bereits am späten Mittwochnachmittag brach auf dem Hof Feuer aus und griff um sich. Am Ende stand das Strohlager mit seiner gut 300 Quadratmeter großen Grundfläche und hunderten von Strohballen in Flammen. Übrig bleibt ein trauriges Bild der Verwüstung.

Auf einem Reiterhof in Aitzendorf bei Geringswalde haben hunderte Strohballen gebrannt. 90 Feuerwehrleute aus Geringswalde, Hartha, Waldheim und Rochlitz waren vor Ort und konnten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern.

Große Teile des Lagerdachs fielen den unbarmherzigen Flammen zum Opfer. An den Stahlstützen und -Trägern hängen die verkohlten Überreste der Folie, in die Strohballen den Winter über eingepackt werden. Andere Verstrebungen sind mit einer dicken Schicht aus mittlerweile gefrorenem Löschwasser überzogen. Und mittendrin werden verkohlte und immer noch rauchende Strohreste mit dem Radlader abtransportiert.

Laut Dietrich Haas, Einsatzleiter der Geringswalder Feuerwehr, vernichteten die Flammen zudem den kompletten Getreidevorrat des Gehöfts. Die Kameraden waren die gesamte Nacht mit der Brandbekämpfung beschäftigt und selbst am nächsten Tag noch im Einsatz. „Die Restarbeiten dauern noch bis in die frühen Abendstunden an“, verkündete Dietrich Haas am Donnerstagvormittag. Den letzten Flammen konnten die Löschtruppen gegen 10.20 Uhr den Garaus machen.

„Brände dieser Art lassen sich durch die Eigenschaften von Stroh immer schwer mit Wasser bekämpfen. Jetzt wird alles aus der Halle geholt und auf dem Feld breitgefahren, damit es dort endgültig abgelöscht werden kann“, so Haas. Über den kompletten Zeitraum waren rund 90 Kameraden aus den Wehren des kompletten Geringswalder Ortsgebiets und den umliegenden Ortschaften Rochlitz, Hartha, Waldheim, Hermsdorf und Zettlitz im Einsatz.

Nach Erkenntnissen der Polizei ging die Sache noch einmal glimpflich aus – sowohl Menschen als auch Tiere kamen unverletzt davon. Über die Höhe des entstandenen Schadens konnten die Beamten noch keine gesicherten Summen verkünden. Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Chemnitz können ihre Arbeit erst in vollem Umfang aufnehmen, wenn die Brandstelle ausreichend ausgekühlt ist. Dann kann die Lagerhalle genauer unter die Lupe genommen werden. Bis dahin wird von außen dokumentiert.

Auch Geringswaldes Bürgermeister Thomas Arnold machte sich vor Ort noch am selben Tag, in der Nacht und zusätzlich am Donnerstag noch einmal selbst ein Bild: „Das Lager hat bis unters Dach im Vollbrand gestanden. Es ist schlimm, was alles abgebrannt ist und jetzt folgt auch noch der Aufwand, alles rauszufahren.“

Von André Pitz

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