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Döbeln Hydrantennetz in Gleisberg zu schwach
Region Döbeln Hydrantennetz in Gleisberg zu schwach
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00:20 12.08.2017
Theoretisch gibt es hier Löschwasser. Doch dann ist im Trinkwassernetz Ebbe. Quelle: Sven Bartsch
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Gleisberg

In ganz Gleisberg gibt es nur zwei als Hydranten ausgewiesene Stellen, wo die Feuerwehr Löschwasser aus dem Trinkwassernetz ziehen könnte – aber wirklich auch nur: könnte. Praktikabel ist das nicht, wie Ortswehrleiter Udo Hoffmann jüngst in einer Ortschaftsratssitzung schildert. Aus seiner Sicht müsste unbedingt ein Löschfahrzeug in dem Roßweiner Ortsteil stationiert werden.

Gleisberg will nicht auf Roßweiner warten

„Es kann nicht sein, dass wir im Ernstfall immer erst darauf warten müssen, dass uns Roßwein Wasser heranschafft“, bringt Hoffmann auf den Punkt, was ihn ärgert. Und er vergleicht auch unmittelbar mit Roßwein: Dort könne ein vollständiges Hydrantensystem angezapft werden. Roßweins Feuerwehrleute haben zudem die Möglichkeit, mit Tausenden Litern Löschwasser in den Tanks zum Brandort zu fahren. „Gleisberg hat keine der zwei Möglichkeiten. In Wetterwitz ist es das Gleiche“, so Hoffmann.

Restdruck im Trinkwassernetz zu gering

Trotz der zwei Stellen, an denen Löschwasser gezogen werden könnte, setzt der Wehrleiter in diese Variante wenig Vertrauen: Wird Gleisbergs Trinkwassernetz angezapft, fällt der Restdruck extrem ab. Die Bürger hätten dafür wenig Verständnis, wenn aus dem Wasserhahn nichts mehr kommt. Zudem können Schäden an den Trinkwasserleitungen entstehen. Aus dem Trinkwassernetz müsse der private Betreiber auch nicht zwingend Löschwasser bereit stellen. Für den Brandschutz ist die Kommune zuständig.

Rat soll für Löschfahrzeug entscheiden

Das hat für Hoffmann folgende Konsequenz: Die Stadt Roßwein müsse endlich den Kauf eines Löschfahrzeuges für Gleisberg in den Haushaltsplan aufnehmen. „Das ist auf jeden Fall gerechtfertigt“, bekommt er Rückenwind von Bernd Handschack. Der Ortschaftsratsvorsitzende weiß: Für die Jahre 2017-18 ist eine derartige Investition nicht vorgesehen. „Ein gutes Gebrauchtes wäre doch schon in Ordnung“, sagt er und will das im Stadtrat erneut ansprechen.

Löschwasserstrecke von der Mulde ins Dorf dauert zu lange

„Für den Haushalt 2019-20 muss das definitiv kommen.“ Die derzeit zur Verfügung stehende Alternative ist, eine Löschwasserstrecke von der Mulde hoch ins Dorf aufzubauen. Das dauert aber, wie Hofmann schildert: „Um eine Wegstrecke von knapp über 1000 Metern aufzubauen, und dann mit den nötigen 800 Litern pro Minute einen Brand zu bekämpfen, brauchen wir eine Stunde. Das ist entschieden zu lange.“

Von Steffi Robak

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