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Döbeln "Ich bin heiß auf Erfolg!"
Region Döbeln "Ich bin heiß auf Erfolg!"
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21:12 08.07.2013
Natürlich nicht in die Knie zwingen, sondern vielmehr zu Höchstleistungen antreiben wollen Thomas Kupper (Mitte) und Uwe Zimmermann (links) die Landesliga-Elf des Döbelner SC, die um neun Spieler erweitert wurde. Quelle: W. Sens

Ein Bild, das Thomas Kupper - neuer Coach der Döbelner Landesliga-Elf - gefällt. Nicht nur, weil sieben neue Gesichter mit ihm aus Riesa nach Döbeln gewechselt sind, sondern auch, weil der größere Kader die Konkurrenzsituation in der Mannschaft positiv beeinflusst. Eine gute Grundlage für sein Projekt "40 plus".

Dass Thomas Kupper zehn Jahre, nachdem er Döbeln gen Riesa verlassen hat (DAZ berichtete), zurückgekehrt ist, hat zwei Gründe: "Döbeln ist ein vertrautes Pflaster für mich, ich habe hier jahrelang selbst gespielt. Und ich kenne einen Großteil der Spieler - viele habe ich selbst ausgebildet, in Döbeln oder später in Riesa." Sebastian Seidel, Toni Bunzel, Sebastian Gasch und Christian Partzsch sind Spieler, die Thomas Kupper aus seinen Döbelner Zeiten als Nachwuchstrainer kennt. Florian Firley, Sebastian Becker, Martin Schwibs stammen aus der Riesaer Kupper-Ausbildung.

Ein anderer wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Punkt für den neuen Coach aber ist: Beim Döbelner SC sieht Kupper die Philosophie umgesetzt, die er selbst auch vertritt - nämlich mit den Mitteln, die man als Verein zur Verfügung hat, versuchen das Bestmögliche zu erwirken. Keine Luftschlösser bauen. Eigenen Nachwuchs heranziehen und diesen gut ausbilden.

Entwicklungsfähige, junge Leute mit nach Döbeln gebracht

Der Sportwissenschaftler und Fußballtrainer hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und sieht sich vor allem als Ausbilder. "Die Aufgabe eines Trainers ist es, anderen etwas beizubringen. Und das mache ich." Deshalb hat er auch "ausschließlich entwicklungsfähige junge Leute" mit nach Döbeln gebracht, mit denen er bereits in Riesa gearbeitet hat. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Uwe Zimmermann, der bislang die zweite Vertretung des Döbelner SC betreut hat, will er eine homogene Mannschaft schmieden, eine, die Erfolg hat. Wie er gedenkt, dieses Ziel zu erreichen, erzählte der 46-Jährige gestern Abend seinen neuen und alten Schützlingen in Ansätzen und scheute sich dabei nicht, seine Ansprüche mehr als deutlich formulieren.

Dass die Saison schwer wird, darüber ist er sich im Klaren. Doch er weiß auch, dass sich aus der jetzt gegebenen Mischung von zwar unerfahrenen, noch sehr jungen, aber gut ausgebildeten und erfahrenen Spielern etwas wirklich Gutes schmieden lässt, etwas, das in der Landesliga bestehen kann. Dabei stellt er klar: "Ein Sebastian Gasch allein nützt uns nichts, wir müssen als Mannschaft funktionieren." Es sei unerlässlich, dass alle an einem Strang ziehen - Spieler, Trainer, Co-Trainer, Vorstand, das gesamte Umfeld. "Wenn das nicht gegeben ist, hat man schlichtweg keinen Erfolg."

Besitzstandshalter werden es schwer haben

Und erfolgreich will Thomas Kupper sein. "Ich bin heiß auf Erfolg", sagt er von sich selbst und erwartet, dass auch seine Spieler alles dafür tun. Wer nicht bereit ist, 100 Prozent zu geben, wird es schwer haben bei ihm. Genauso wie Besitzstandshalter. Die Spieler müssen ihn überzeugen, sich immer neu beweisen und - "zum Training kommen und beim Spiel alles rausholen." Dabei ist Kupper sehr wohl bereit, das jeweilige persönliche Umfeld seiner Spieler in die Beurteilung ihrer Leistungen einzubeziehen - solange ihr Einsatz stimmt. Körperliche Fitness setzt er dabei als Grundlage bei einem jeden seiner Spieler voraus. Davon geht er nicht ab und er ist sich seiner Mittel und Möglichkeiten sicher, die Mannschaft auf das erforderlich gute konditionelle Niveau zu bringen.

Jetzt wolle er zunächst sehen, wie viel die jungen Männer bereit sind, in den Erfolg zu investieren - eine Vorbereitung mit nur dreimal Training in der Woche ist für den Riesaer keine Vorbereitung. Kuppers Persönliche Zielstellung ist: So schnell wie möglich 40 Punkte erreichen, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. "Wenn das geschafft ist, können wir das Ziel neu definieren." "40 plus" heißt dieses Projekt und Thomas Kupper ist davon überzeugt, dass es ein erfolgreiches sein wird. Manuela Engelmann

NEUZUGÄNGE DÖBELNER SC

Sturm: Sebastian Gasch (30, ZFC Meuselwitz), Marcel Coordis (19, Riesa).

Mittelfeld: Tommy Jähnigen (20, Riesa), Christoph Jahn (19, Riesa), Felix Bellmann (25, Riesa).

Abwehr: Clemens Woitschützke (19, Riesa), Tom Haberstock (20, Riesa).

Tor: Alexander Löser (28, Dahlen).

Manuela Engelmann

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