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Döbeln Im Altkreis Döbeln fehlen die Bufdis
Region Döbeln Im Altkreis Döbeln fehlen die Bufdis
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22:09 25.07.2012

Institutionen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) oder die Arbeiterwohlfahrt (Awo) könnten mehr Bufdis gebrauchen. Oder, wie das Gersdorfer Behinderten-Wohnheim der Diakonie Döbeln, überhaupt einen. "Wir hatten in guten Zeiten bis zu drei Zivis, jetzt keinen einzigen Bufdi, obwohl ich dringend eine helfende Hand benötigen würde", klagt Heimleiter Jan Schmidt. Und ergänzt, dass er den Bundesfreiwilligendienst nicht für die ideale Lösung hält. "Der Zivildienst war besser dafür geeignet, die personellen Lücken bei den Wohlfahrtsverbänden zu schließen. Für noch effizienter würde ich ein unbürokratisches Pflichtjahr für jeden Jugendlichen halten, weil die dabei gesammelte Praxiserfahrung den Jugendlichen selbst, aber auch ihren späteren Dienstherren zugute kommt."

Wesentlich komfortabler ist die aktuelle Bufdi-Situation im Seniorenzentrum Bürgerheim und dem Seniorenzentrum Döbeln, die beide von der Awo betrieben werden. "Wir haben drei Bufdis in der Betreuung und Pflege im Einsatz, das entspricht ungefähr der Zahl der Zivis", informiert der stellvertretende Leiter der beiden Einrichtungen, René Maschke. Eine komfortable Situation, die sich jedoch bald ändern könnte. "Die Nachfrage nach den Bufdi-Stellen ist deutlich rückläufig, derzeit wissen wir nicht, ob wir unsere Bufdi-Stellen im Herbst neu besetzen können."

Von einem Rückgang an Bewerbern wegen der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt rechnet man zwar auch beim DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen. Elke Engelmann aus der Personalabteilung geht jedoch nicht davon aus, dass sich die Neubesetzung der sechs DRK-Bufdi-Stellen schwierig gestalten wird. Größer sei das Problem, dass es generell zu wenige Stellen gebe. "Bislang ist es uns zwar immer gelungen, eine Lösung für ausfallendes Personal zu finden, aber es ist definitiv so, dass wir mehr Bufdis gebrauchen könnten", so Engelmann. Beim DRK werden die vorrangig in der stationären und ambulanten Pflege eingesetzt. Dass die Bufdi-Stellen deutschlandweit kurzfristig auf 35 000 gedeckelt wurden, sei umso bedauerlicher, als die maximale Arbeitsdauer von 18 Monaten für beide Seiten Sinn mache. Die Bufdis könnten sich in eine Aufgabe viel besser einarbeiten und sie umfänglicher ausfüllen als dies den Zivis möglich war, die Wohlfahrtsverbände ihrerseits hätten ein Stück weit mehr Planungssicherheit. Roger Dietze

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