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Döbeln Im Döbelner Ostbahnhof gibt es künftig Hamburger und Kultur
Region Döbeln Im Döbelner Ostbahnhof gibt es künftig Hamburger und Kultur
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16:44 19.05.2016
Yvonne Frey (mit Hut) und ihr Team vom Ostbahnhof: Sylvia Böhle (l.), Ulrich Kohl und Ronny Vogel (r.). Ab Sonnabend erwarten sie die Gäste. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Auch wenn am Döbelner Ostbahnhof bis auf weiteres keine Züge rollen, kehrt ab Sonnabend ins Bahnhofsgebäude wieder Leben ein. Nach 15 Jahren des Verfalls ist im vorderen Teil des Bahnhofsgebäudes ein gemütliches Bistro entstanden. Burger, Café und Kultur steht unter dem Schriftzug „Ostbahnhof“ an der Fassade.

Yvonne Frey aus Döbeln hat das Bahnhofsgebäude im Spätsommer 2015 von Familie Wurzinger gekauft. Die hatte bereits mit der Sanierung in Teilen des Gebäudes begonnen. Yvonne Frey und ihr leitender Mitarbeiter Ulrich Kohl sind seit Oktober am Werk, standen kniehoch im Schutt und Müll des mittlerweile eingestürzten Daches und räumten, sanierten, werkelten. „Ich hatte zuvor in Roßwein die Villa Stösser saniert. Auf dem Weg nach Roßwein fuhr ich immer am Döbelner Ostbahnhof vorbei und dachte mir, dass es eigentlich ein guter Standort wäre“, schildert die fünffache Mutter. Doch sie war nicht die einzige, die sich für das Bahnhofsgebäude interessierte. Aber nach einigen Gesprächen und einem Dreivierteljahr Finanzierungsverhandlungen kam der Kauf zustande.

Mit Handwerkern, die schon an der Sanierung der alten Villa in Roßwein mitgewirkt haben, und mit viel Eigenleistungen hat sie aus dem Bahnhofsgebäude ein Bistro gemacht. Da wo als letzte Nutzung ein Getränkehandel untergebracht war, wird es künftig wochentags von 11 bis 20 Uhr frisch gemachte Burger in allen Variationen, Pommes, Salate, Kaffee, Tee, Eis, Muffins und Cookies geben. „Ich will mich nicht in die gehobene Gastronomie einmischen, sondern ein junges Publikum ansprechen, das schnell und gut etwas essen oder trinken möchte“, sagt Yvonne Frey.

Monatelang testete sie Hamburger, suchte nach den besten Brötchen, dem besten Fleisch. Als ihr Sohn ein Austauschjahr in den USA verbrachte, besuchte sie ihn und sah sich verschiedenste Hamburger-Restaurants an. „Ich ernähre mich seit Wochen fast nur noch von Hamburgern und ich mag es noch immer“, lacht sie und zählt die Sorten auf, die es geben wird, inklusive vier Hamburgern für Vegetarier. „An so etwas muss man denken. Meine Tochter ist Vegetarierin“, weiß sie. Schülern des nahen Gymnasiums, der Eckert-Schulen schräg gegenüber sowie den Bediensteten des Landratsamtes und der Innenstadt will sie zum Schulessen, zur Kantine oder zum Döner-Imbiss wochentags eine weitere Alternative bieten. Mütter, die in der Musikschule gegenüber auf ihre Kinder warten, möchte sie Snacks, Kaffee oder Cappuccino anbieten. Guten Kaffee in allen Varianten und jugendgemäße Eissorten hat ihr Bistro im Angebot. Dazu gemütliche Sitzplätze, einen Freisitz vor dem Haus, ausreichend eigene Parkplätze und Essen zum Mitnehmen.

Im nächsten Schritt ihres Konzeptes will sie den Ostbahnhof weiter sanieren und zum Kulturbahnhof ausbauen. „In die alte Bahnhofshalle habe ich mich sofort verliebt“, sagt Yvonne Frey. Die hat mittlerweile wieder ein dichtes und saniertes Dach bekommen. Nach und nach wird hier entrümpelt und ausgebaut. „Hier soll später Platz für Konzerte, junge Bands, für Ausstellungen und Lesungen sein. Wir haben bereits Anfragen“, schildert sie.

Am Sonnabend ist am Ostbahnhof Eröffnungsparty mit Hüpfburg, DJ und Teufelsgeiger.

Von Thomas Sparrer

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