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Im Gasthof Haßlau kochen jetzt Inder

Gastronomie Im Gasthof Haßlau kochen jetzt Inder

Wenn heute der Gasthof Haßlau wieder seine Türen öffnet, dann endet eine über zehnjährige Schließzeit. Lediglich der Saal war in den zurückliegenden Jahren für Veranstaltungen wie Fasching oder Werbefahrten genutzt worden. Dieses Frühjahr kaufte der Inder Satwinder Sing Mutti den Gasthof – um das Restaurant Mumbay zu eröffnen.

Satwinder Singh Mutti mit seiner Frau Jasvir Kaur Mutti im Haßlauer „Mumbay“.

Quelle: Olaf Büchel

Hasslau. Wenn heute die Gaststätte in Haßlau wieder ihre Türen öffnet, dann endet eine über zehnjährige Schließzeit. Dieses Frühjahr kaufte der Inder Satwinder Sing Mutti den Dorf-Gasthof – um das indische Restaurant Mumbay zu eröffnen.

Hell und sehr sauber ist es in der Gaststätte. Man sieht sofort: hier haben in den vergangenen Wochen fleißige Hände gewirkt. Ein Bild mit indischem Motiv hängt an der Wand. Zwei Uhren, die für Indien typisch sind, auch wenn sie mit ihren Schnitzereien ziemlich deutsch aussehen, schmücken ebenfalls den Gastraum, wie Grünpflanzen, die diesen Namen verdienen. Das eine oder andere indische Accessoire könnte das Mumbay noch vertragen. „Das kommt noch. Weitere Bilder und Elefanten-Figuren sind geplant. Da das in Deutschland nicht so leicht zu bekommen ist, bringe ich es aus meiner alten Heimat mit, wenn ich wieder mal nach Indien zu meinen Verwandten fliege“, sagt Satwinder Sing Mutti.

Der 43-jährige, der seit 1992 in Deutschland lebt und zuletzt in Leipzig wohnte, erfuhr durchs Internet, dass der Gasthof zum Verkauf stand. Dreimal sei er da gewesen, um sich alles genau anzusehen. Dann fiel die Entscheidung. „Haßlau ist nicht weit weg von der Autobahn und der Gasthof liegt verkehrsgünstig an einer viel befahrenen Straße. Das bringt Laufkundschaft“, schätzt der Inder ein.

Im Mai ist der Inder mit seiner Frau Jasvir Kaur und seinen beiden Kindern nach Haßlau gezogen, letztere besuchen die Oberschule in Roßwein. Mit den Leuten im Dorf komme Satwinder Sing gut klar. „So freundlich wie die Menschen hier sind, sind sie in der Stadt nicht. Zu den Nachbarn haben wir guten Kontakt und auch im Ort kenne ich schon viele. Sie warten darauf, dass die Gaststätte eröffnet.“ Kaum hat er es gesagt, kommt Christine Much von nebenan herein und reserviert einen Tisch für den Eröffnungstag. „Wird Zeit, das hier wieder Leben rein kommt. Ist doch schade um die Gaststätte, wenn sie so lange leer steht.“ Christine Much weiß, wovon sie spricht. Hat sie doch mit ihrer Familie den Gasthof von 1969 bis 1995 selbst betrieben. Dann arbeitete sie noch einige Zeit für Richard Georgi, der den Gasthof kaufte und sanierte. Nach paar Jahren schloss er die Gaststätte, um sie wenige Monate später als Fisch-Restaurant „Zum weißen Hai“ wieder zu eröffnen. Doch auch das hielt sich nicht lange. Zuletzt war von Olaf Georgi lediglich der Saal des Gasthofes für Veranstaltungen wie Fasching oder Werbefahrten vermarktet worden.

Nun gibt’s also indische Küche in Haßlau. Tandoori Hähnchen in Currysauce oder Murgh Birzani (Reis mit Hähnchenfleisch, Kokos, Rosinen und Mandeln mit indischem Reita) stehen unter anderem auf der Karte. Doch nicht nur das. Zum Restaurant, für das noch ein Kellner gesucht wird, gehört ein Pizzaservice. Auch Nudelgerichte, Salate und heiße Baguettes sind im Angebot. „Nicht alle mögen das indische Essen“, begründet Satwinder Singh. Und wer das eine nicht lassen und das andere doch versuchen will, für den hat der Restaurantchef etwas Besonders parat: das Schnitzel Mumbay.

Von Olaf Büchel

Hasslau 51.0930235 13.180501
Hasslau
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