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Döbeln Im Roßweiner Stadtbad kraulen die Kinder technisch perfekt
Region Döbeln Im Roßweiner Stadtbad kraulen die Kinder technisch perfekt
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15:36 13.03.2016
Über 40 kleine Schwimmer starteten in vier Altersgruppen. Quelle: Gerhard Dörner
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Roßwein

Das Kükenschwimmen sorgte am Sonnabend wieder für volles Haus im Roßweiner Stadtbad. In 13 Wettkämpfen traten über 40 Schwimmkinder aus Roßwein und Döbeln in unterschiedlichen Distanzen (25 und 50 Meter) sowie unterschiedlichen Schwimmstilen gegeneinander an. Die Starter waren in vier Altersgruppen nach den Jahrgängen 2006, 2007, 2008 und 2009 unterteilt und damit zwischen sechs und neun beziehungsweise zehn Jahren alt.

„Kükenschwimmen“ – der Titel dieses Wettkampfes ist etwas irreführend, weil er die Erwartung weckt, es handelt sich um Planschen mit ein paar Schwimmzügen. Das war mitnichten der Fall. Selbst Sechsjährige zeigten zum Beispiel beim Kraulen einen technischen einwandfreien Stil mit wechselseitigen Einatmen zwischen den Armzügen und Ausatmeten beim langen Tauchzug. Ein Junge fiel allerdings etwas aus dem Rahmen, weil er diese technische Perfektion vermissen ließ und ohne Tauchzug kraulte. Aber selbst als die Kraft knapp wurde, gab der Bursche nicht auf und absolvierte die komplette Distanz. Die Leute vom Roßweiner Sportverein schüttelten trotzdem ein wenig ihre Köpfe, weil sie es im Training den Kindern anders beibringen. Das Kükenschwimmen zeigt auch den Leistungsstand der kleinen Wassersportler des Roßweiner SV unter Wettkampfbedingungen.

Liane Patzelt, Schwimmeisterin im Roßweiner Stadtbad und Trainerin beim Roßweiner SV, war mit den Leistungen ihrer Schützlinge sehr zufrieden. „Für viele war es der erste Wettkampf. Im großen und ganzen waren die Kinder richtig gut“, sagt sie. Und Sven Nestler, Abteilungsleiter Schwimmen beim Roßweiner SV, ergänzt: „Wir wollen, dass auch mal diejenigen eine Chance kriegen, die sonst nie zu Wettkämpfen fahren.“ Er erzählt von einer Mutter, die erst Nachtschicht hatte und dann ihr Kind zum Kükenschwimmen gebracht hatte. „Sie wäre fast zu spät gekommen.“ Mutter und Kind seien schließlich heilfroh gewesen, dass die Wettkampfleitung die kleine Wasserratte doch noch mitschwimmen ließ. Sven Nestler hatte übrigens am Sonnabend viel zu tun: Er wertete die Zeiten aus, die ihm auf kleinen Zetteln gebracht wurden. „Zum Glück hat uns ein Vater ein Computerprogramm dafür geschrieben“, sagt er. So mussten Sven Nestler und seine Vereinskollegin nicht mühsam die Ergebnisse der einzelnen Läufe vergleichen. Das erledigte das Programm, das der Vater des Schwimmkindes für den Verein geschrieben hatte – ohne Geld dafür zu nehmen.

Am Beckenrand verfolgten nicht nur viele Eltern, wie sich der Nachwuchs im Element ohne Balken abkämpfte. Martina Thiele, Chefin des Roßweiner Heimatmuseums, fungierte als Ersatz-Zeitnehmerin und hatte dabei gleich ihre Enkel Max (7) und Elise (9) im Auge. Die DAZ wurde Zeuge, wie Max einen Wettkampf auf der 25-Meter-Distanz gewann. In 33:27 Sekunden erkraulte er sich den Sieg. Alle Ergebnisse des diesjährigen Kükenschwimmens stehen übrigens als PDF im Internet auf der Seite des Roßweiner SV.

Von Dirk Wurzel

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