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Döbeln Im Sommer 2017 ins Gerbersbacher Bad radeln – Bauarbeiten beginnen im Herbst
Region Döbeln Im Sommer 2017 ins Gerbersbacher Bad radeln – Bauarbeiten beginnen im Herbst
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18:16 19.04.2016
Wenn alles gut läuft, könnten die Waldheimer in der Freibadsaison 2017 mit dem Fahrrad nach Gebersbach auf dem Radweg fahren. Und umgekehrt könnten die Gebersbacher nach Waldheim zum Einkaufen radeln. Denn im Herbst beginnen die Bauarbeiten der Verbindung entlang der Staatsstraße 32. Quelle: Jürgen Kulschewski
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Waldheim/Gebersbach

Große Freude herrscht in Waldheim über den Baubeginn des Radwegs zwischen Waldheim und Gebersbach. Der soll im Herbst beginnen. „Dieser Radweg ist ein langes Kaptitel. Genauso wie viele andere Stadträte habe ich das Projekt seit 2004 begleitet. Mein Sohn war damals 13 Jahre alt und ich habe zu ihm gesagt: Bald wirst Du auf dem Radweg zum Bad in Gebersbach fahren. Jetzt hat er seinen Bachelor“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). „Ich freue mich riesig, dass es jetzt losgeht.“

Der Waldheimer Stadtrat hat damals beschlossen, den Radwegbau zu forcieren. Denn die Stadt hatte entschieden, das Fördergeld für das Waldheimer Stadtbad nach Gebersbach zu geben, um das dortige Bad zu sanieren, das im Gegensatz zum Waldheimer hochwassersicher liegt. Um einen sicheren Weg, vor allem für radelnde Kinder zu haben, setzten sich die Waldheimer für den Radweg ein. Auch die Knobelsdorfer Ortsvorsteherin Helga Busch freut sich, dass der Bau nun bald beginnt. „Ich freue mich über jedes Stück Radweg, das gebaut wird.“ Sie selbst hat als Ziegraer Bürgermeisterin mit dem Gemeinderat immer um Fördergeld für die Pedalritter-Straße von Meinsberg nach Kaiserburg gekämpft, als die Gemeinde noch selbstständig war. Aber ohne Fördergeld baute die Gemeinde nicht, um sich nicht zu verschulden. Die Eingemeindung löste das Problem. Waldheim investierte die „Hochzeitsprämie“ des Freistaates in den Radwegbau zwischen seinen neuen Ortsteilen. Das Bauvorhaben zwischen Gebersbach und Waldheim kostet die Stadt nichts. „Kostenträger ist der Freistaat Sachsen“, sagt Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Die Baustrecke beträgt etwa 1,3 Kilometer. Rund 1,7 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. Es reicht wegen nicht, einfach ein Asphaltband neben der Straße entlang zu ziehen, um es salopp zu formulieren. Der Radweg führt über eine Brücke und drei Stützwände sind ebenfalls notwendig. Dadurch kostet der Bau auch 1,7 Millionen Euro. „Derzeitig läuft die Ausführungsplanung für den Wegebau sowie die Bauwerksplanung für die im Zuge der Strecke zu errichtenden Bauwerke“, sagt Lasuv-Sprecherin Siebert. Das Baurecht für die Trasse besteht seit Februar 2015. Zuvor lief ein langwieriges Planfeststellungsverfahren, weil der Radweg ein strenges Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) schneidet. „Ich danke Mopsfledermaus und Eisvogel, dass sie ein Einsehen hatten“, sagt Steffen Ernst scherzhaft.

Von Dirk Wurzel

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