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Im neuen Gewerbegebiet Döbeln-Süd wird erst mal der Müll sortiert

Im neuen Gewerbegebiet Döbeln-Süd wird erst mal der Müll sortiert

Im neuen Gewerbegebiet Döbeln-Süd, zwischen der Bundesstraße 169 und der Feldstraße, sollen ab Frühjahr Straßen und Wege gebaut und die Erschließung vorangetrieben werden.

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Baggerfahrer Michel Drechsel von der Becker Umweltdienste GmbH aus Freiberg sortiert im künftigen Gewerbegebiet Döbeln-Süd zunächst die Schutthaufen.

Quelle: Sven Bartsch

Auf dem Gelände der ehemaligen Möbelwerke und des BMK Süd werden derzeit Müll und Bauschutt sortiert und in großen Haufen, geordnet nach Beton, Holz, Asbest, Dachpappe und Schutt zum Abtransport vorbereitet.

Erst wenn diese Haufen beseitigt sind, beginnt die Firma Becker Umweltdienste aus Freiberg mit dem Abriss der noch stehenden Gebäude und Hallen. Ein zweiter großer Bagger wird dazu in Kürze anrücken. Bis März soll das Gelände als freie und geglättete Fläche an die Stadt als Bauherrin übergeben werden. Die Stadt lässt das Gewerbegebiet-Süd erschließen. Rund 554 000 Euro kostet es zunächst, das Gelände für die weitere Erschließung vorzubereiten. Das Projekt für das neue Gewerbegebiet Süd kostete in den vergangenen Jahren viel Zeit und Arbeit. Zunächst musste die Stadt ein nie abgeschlossenes Insolvenzverfahren der Möbelwerke zu Ende führen und das Eigentum an vielen einzelnen Grundstücken erwerben. Dann hieß es, Fördermittelanträge zu schreiben. Eigentlich sollte es bereits 2014 mit dem Projekt losgehen. Aber geänderte Förderrichtlinien zwangen zur Überarbeitung der Pläne und Anträge.

Seit Jahresbeginn liegt im Rathaus nun die schriftliche Zusage über insgesamt fast 1,9 Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" vor. Der Bescheid über eine 85-prozentige Förderung beinhaltet auch die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn. Das Problem ist aber die Auszahlung der Fördermittel. Die sollen in zwei Raten von 740 000 Euro in 2016 und 1,3 Millionen Euro in 2017 an die Stadtkasse fließen. 340 000 Euro muss die Stadt selbst für die Erschließung des neuen Gewerbegebietes aufbringen. Die Stadt geht deshalb jetzt aus ihrem Sparstrumpf in Vorkasse.

Wenn die Firma Becker-Umweltdienste mit dem Abbrucharbeiten fertig ist und auf dem Gelände Planie gemacht hat, rücken die Kanal- und Tiefbauer an, verlegen Ver- und Entsorgungsleitungen und bauen die Zufahrtsstraßen. Laut Baudezernent Thomas Hanns gibt es mehrere ansiedlungswillige Unternehmen. Denn die beiden Gewerbegebiete in Döbeln-Ost sind restlos ausgelastet.

Ziel ist es, dass im zweiten Halbjahr 2016 die ersten Firmen mit dem Bau beginnen können. Zur Hälfte ist produzierendes Gewerbe gefragt. 4,7 Hektar umfasst das neue Gewerbegebiet, 2,5 Hektar sind bebaubar. Rund ein Hektar geht für die aufwendige neue Anbindung des Gewerbegebietes an die B 169 drauf. Über die neue Kreuzung samt Brücke und Abbiegespuren werden das Gewerbegebiet-Süd, die Straße nach Forchheim und die Waldheimer Straße komplett neu angebunden.

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 10.09.2015

Thomas Sparrer

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