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Döbeln Immer in Bewegung – zwischen Pferdebahn und Stadtsingechor
Region Döbeln Immer in Bewegung – zwischen Pferdebahn und Stadtsingechor
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00:21 31.07.2017
Leidenschaftlich aktiv: Barbara Müller ist mit ihrer Heimatstadt eng verbunden – auch durch ihr ehrenamtliches Engagement in Stadtsingechor und Pferdebahnverein. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Döbeln

Wer Bücher liest, ab und an dem Döbelner Stadtsingechor lauscht oder auch das Pferdebahnmuseum schon einmal besucht hat, dem wird Barbara Müllers Gesicht bekannt vorkommen. Die frühere Leiterin der Stadtbibliothek ist zwar schon seit elf Jahren im verdienten Ruhestand. Doch mit ihren 74 Jahren – die man ihr tatsächlich nicht ansieht – ist sie so agil wie manch Jüngerer nicht. „Ich würde zu Hause verrückt werden“, sagt sie von sich selbst und lacht. Ihr jahrelanges Engagement als Vorsitzende des Döbelner Stadtsingechores und Mitglied des Traditionsvereins Döbelner Pferdebahn hat ihr jetzt die Nominierung für den Goldenen Stiefel in der Kategorie Kunst und Kultur eingebracht. Gleich von drei verschiedenen Seiten ist Barbara Müller vorgeschlagen worden.

Barbara Müller hat gern zu tun. Zumindest „bissel was Nützliches, an dem man Freude hat und an dem sich auch andere dran freuen können." So umschreibt sie ihren Antrieb, aus dem heraus sie nun schon seit fast 30 Jahren ehrenamtlich aktiv ist. Im Stadtsingechor „schallert“ sie, wie sie selbst sagt, schon seit 1970. Als 1990 der dazugehörige Verein gegründet wird, ist sie zunächst als stellvertretende Vorsitzende dabei, von 1999 an lenkt sie die Geschicke des Vereins. „Unter dem Motto: Einer muss es ja machen“, sagt sie und lacht wieder ihr einnehmendes Lachen.

Barbara Müller, die seit 1980 auch die Stadtbibliothek leitet bis sie 2003 aus dem Berufsleben ausscheidet, hat Erfahrung im Umgang mit Menschen und Organisation. Für den Chor managt sie die partnerschaftliche Arbeit mit den Chören aus Unna, Heidenheim, Essen und Givors. Sie organisiert gemeinsam mit Chorleiter Stefan Tichy Auftrittsmöglichkeiten über die Kreisgrenzen hinaus. Im März dieses Jahres gibt sie den Vorsitz ab – „es ist Zeit für andere“, sagt sie. Singen wird Barbara Müller natürlich weiter mit im Chor, denn das ist und bleibt ihre große Leidenschaft.

Ehrenamtlich bleibt sie dennoch tätig. Denn seit 2004 gehört die agile Ruheständlerin zu den Freunden der Döbelner Pferdebahn. „Sie hat das Konzept des Deutschen Pferdebahnmuseums gestalterisch wesentlich mitbestimmt“, sagt Vereinschef Uwe Hitzschke in der Begründung für die Nominierung. Er war es auch, der Barbara Müller quasi „eingefangen“ hat. „Wir sind zusammen an der Penne in eine Klasse gegangen und als er mich gefragt hat, ob ich nicht im Pferdebahnverein mitmachen wolle, hab ich mir gedacht: ’Ach ja, das mach ich.’“

Zunächst sind es vor allem Präsentationsaufgaben wie Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen, um Geld für den Verein in die Kasse zu holen, an denen Barbara Müller Spaß hat. Als das Depot aktuell wird, findet sie schnell noch viel mehr Aufgaben und engagiert sich besonders bei der Ausgestaltung des Museums, das am Niederwerder entsteht. Inzwischen sitzt sie nicht nur an der Kasse, wenn es erforderlich ist, sondern gehört auch zu denen, die die Führungen durch das Museum anbieten. „Je nachdem, was anfällt“, sagt sie und lacht wieder. Auch den Jahreskalender, den der Pferdbahnverein mittlerweile kontinuierlich herausbringt, wächst quasi „auf ihrem Mist“. Die Fotos stammen fast alle aus ihrer Kamera und auch für die humorvollen Verse sorgt Barbara Müller, die dafür gern an ihrem Computer sitzt, recherchiert und Fotos bearbeitet.

Wenn sie nicht singt oder für den Pferdebahnverein unterwegs ist, dann geht Barbara Müller gern mit dem Hund spazieren. „Ich bewege mich gern“, sagt sie, die gemeinsam mit ihrem Mann auch noch einen großen Garten zu bewirtschaften hat.

Von Manuela Engelmann

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