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Immer mehr Schüler an Waldheims Oberschule – Direktor regt Anbau an

Bildungspolitik Immer mehr Schüler an Waldheims Oberschule – Direktor regt Anbau an

Auf der einen Seite sind steigende Schülerzahlen in einer mittelsächsischen Kleinstadt wie Waldheim eine richtig gute Nachricht. Auf der anderen Seite lassen sie aber auch die Köpfe rauchen. Denn die Waldheimer Oberschule platzt langsam aus allen Nähten. Ein Anbau ist demnächst nötig.

Die Entwurfskizze sieht vor, den Anbau zwischen Haus A und Haus B der Waldheimer Oberschule zu errichten. Die Fläche wird beim Umbau der Außenanlagen freigehalten.

Quelle: Dirk Wurzel/ Bauplanungsbüro Karin Voigtländer

Waldheim. Die Waldheimer Oberschule platzt aus allen Nähten. Darum wird in naher Zukunft ein Anbau notwendig sein. Erste Ideen dafür gibt es bereits. Und dazu die dringende Bitte des Schuldirektors Jürgen Köber an Stadtverwaltung und Stadtrat, über das Vorhaben nachzudenken.

„Mit einer Idee fing es beim Sportplatz auch an. Da habe ich mal eine Bleistiftskizze hingemalt. Jetzt nutzen wir den neuen Platz bereits rege“, sagte der Schulleiter zur jüngsten Sitzung des technischen Ausschusses. Zu diesem hatten sich die Stadträte in der Oberschule getroffen. Auf einem Rundgang hatte ihnen Planer Dieter Voigtländer vom Waldheimer Bauplanungsbüro Karin Voigtländer den Fortschritt beim Bau der Außenanlagen der Schule gezeigt. Der Sportplatz ist nun endlich fertig, derzeit laufen die Arbeiten an der Kugelstoß- und Weitsprunganlage. An den Sitzgelegenheiten für den Pausenbereich muss die Stadt zunächst sparen, obwohl da echt was passieren müsste: Bei den alten Bänken sind die Sitzplanken durchgemorscht. Diese liegen auf ausbetonierten Beton-Hohlsteinen auf, was ein wenig nach angewandtem Improvisationstalent aus der DDR-Zeit aussieht.

Nicht Wunschdenken, sondern Notwendigkeit

„Merken Sie sich diese Fläche“, sagte Dieter Voigtländer zu den Ausschussmitgliedern, als sie auf ihrer Besichtigungstour am Zwischenraum zwischen Haus A und Haus B vorbeikamen. Zur Sitzung in der Schule sahen sie dann eine Präsentation auf einer modernen interaktiven Schultafel. Die Präsentation enthielt bereits eine Entwurfszeichnung des Anbaus, der zwischen den Häusern A und B geplant ist. Diese Fläche bleibt bei den weiteren Bauarbeiten an den Außenanlagen frei.

„Die Schule wächst kontinuierlich seit Jahren und der Platz reicht eigentlich schon jetzt nicht mehr aus“, sagte Jürgen Köber. Sie ist für 17 Klassen ausgelegt. Die sind voll. Dazu kommen unter anderem zwei Deutsch-als-Zeitsprache-Klassen und drei Hauptschulklassen. „Die Schule ist zweieineinhalbzügig ausgelegt, derzeit fahren wir über dreizügig“, sagte Jürgen Köber. „Der Anbau ist kein Wunschdenken, sondern eine Notwendigkeit.“

Diska-Markt für Schulbetrieb ungeeignet

Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) verdeutlichte am Beispiel der Grundschule, die steigenden Schülerzahlen für die Oberschule. „Wir schulen 2017 fünf erste Klassen ein.“ 93 Erstklässler sind das, von denen ein Großteil in fünf Jahren auf die Oberschule wechselt. Zum Vergleich: Seit beginn dieses Schuljahres gehen 66 Abc-Schützen an die Grundschule, dazu kommen sechs Förderschüler.

Auf eine preiswerte Alternative für den Anbau wies Linken-Stadtrat Dieter Hentschel in einer Frage hin: Der alte, leerstehende Diska-Markt in der unmittelbaren Nachbarschaft der Schule. Ob man diesen den nicht für die Erweiterung der Bildungsstätte nutzen könne, wollte Dieter Hentschel wissen. Dem erteilte Bauplaner Voigtländer eine Absage. Schon allein wegen der hohen Standards beim Brandschutz sei dies ein Ding der Unmöglichkeit.

Von Dirk Wurzel

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