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Döbeln Improvisationstalent gefragt: Waldheimer Hortkinder ziehen in die Turnhalle
Region Döbeln Improvisationstalent gefragt: Waldheimer Hortkinder ziehen in die Turnhalle
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Jede Menge Herausforderungen meistern gerade die Erzieherinnen des Waldheimer Hortes, darunter Leiterin Heike Anker (5.v.l.) und Hortnerin Kathy Schulze (2.v.r.). Weil die Stadt die Grundschule sanieren lässt, zieht ein Teil des Hortes in die Turnhalle. Auch die Kinder packen fleißig mit an. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Waldheim

Der Hort zieht um und alle packen kräftig mit an: Logistische Herausforderungen meistern gerade die Kinder und Erzieherinnen des Hortes Schulbergstrolche. Auch auf Improvisationstalent kommt es dabei an. So dient ein Drittel der Grundschulturnhalle jetzt als Hortzimmer. Andere Teile der Einrichtung verteilen sich auf Klassenzimmer, die noch nicht vom Schulumbau betroffen sind. Nach dem Unterricht ist dort nach den Sommerferien Hort. „Wir brauchen ein ständiges Spielzimmer. Auch wäre es schwierig geworden, die großen Liegenschränke einzulagern“, sagt Hortleiterin Heike Anker. Die Stadt hatte ihr eingeräumt, die Turnhalle wenigstens in den Sommerferien zu nutzen. Nun ist der Not-Hort so gut geworden, dass die Leiterin diesen für die gesamte dreijährige Bauzeit haben will und sich mit diesem Vorschlag durchsetzen konnte.

Größtes Investitionsprogramm seit 1990

Die Stadt lässt die Grundschule unter anderem energetisch sanieren. Sanitäranlagen und Trockenlegung gehören ebenfalls zum Bauprogramm. Auch die Garderobenhaken in den Fluren verschwinden, weil das der Brandschutz erfordert. Die Stadt lässt extra Jackenzimmer herrichten. Mit insgesamt 800 000 Euro ist es das größte Investitionsprogramm in die kommunale Infrastruktur seit dem Jahr 1990. Rund 555 000 Euro schießt der Freistaat Sachsen dazu. Das Fördergeld kommt aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“, das auch auf den sperrigen Namen Investitionskraftstärkungsgesetz hört und ein gemeinsames Konjunkturprogramm des Bundes und der Bundesländer ist.

Im Hort-Flügel der Grundschule Waldheim gehen die Arbeiten los. Und so sind derzeit Kinder zu beobachten, die fleißig helfen, das vorzubereiten und die allerlei Gegenstände aus den Zimmern tragen und in den Kofferraum des Kombis laden, den Erzieherinn Kathy Schulze fährt. Sie bringt die Sachen zu dem Ort, wo sie eingelagert werden. „Die Kinder haben fleißig mit geräumt und Sachen aus der zweiten Etage herunter getragen“, sagt Kathy Schulz und ein Junge präzisiert: „Aus der dritten Etage.“

Teppich schützt den Parkettboden

Die Sportler und die Hortkinder werden im improvisierten Hortzimmer in der Turnhalle die kommenden Jahre miteinander auskommen müssen. Denn der Sportbetrieb soll weitergehen. Um die Bereiche voneinander abzugrenzen, setzen die Handwerker noch eine Bautür ein. Die sperrigen Liegenregale bilden die Wand zwischen Hort und Turnhalle. Damit die vielen kleinen Füße das Hallenparkett nicht beschädigen, bedeckt ein strapazierfähiger Teppich den Boden. Den hatten Sportler zunächst beiseite geräumt, gerade als er verlegt war. Dabei wollten die Schulbergstrolche gerade an diesem Tag ihr improvisiertes Hortzimmer einrichten. Leiterin Heike Anker war erstmal schockiert, hat den kleinen Schrecken aber rasch überwunden.

Von Dirk Wurzel

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