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Döbeln In Bodenbach gibt’s Strom an der Tanke
Region Döbeln In Bodenbach gibt’s Strom an der Tanke
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00:18 29.05.2017
Thomas Seidel von der Envia Chemnitz mit einem Firmenwagen BMW i3 „tankt“ an einer der Bodenbacher Schnellladesäulen Strom. Quelle: Olaf Büchel
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Bodenbach.

Es entwickelt sich – das Netz der Stromzapfsäulen für Elektroautos. Weit und breit wohl am besten mit Ladestationen ausgestattet ist derzeit der Autohof mit Tankstelle und Raststätte in Bodenbach. Insgesamt zehn Strom-Zapfstellen sind dort mittlerweile installiert, davon sechs Tesla-Säulen, die ausschließlich für Tesla-Fahrzeuge bestimmt sind, aber auch vier weitere Schnellladesäulen für alle anderen gängigen Elektrofahrzeuge. „Die Säulen werden gut angenommen, manchmal stehen auch gleich vier oder fünf Autos dort, auch an den Tesla-Säulen“, sagt eine Mitarbeiterin der gegenüber befindlichen Tankstelle, die von der Kasse aus die „Stromer“ beobachten kann. Zum Zahlen müssen die E-Auto-Fahrer allerdings nicht ins Tankstellengebäude. Die Tesla-Kunden haben zwar einen stolzen Preis fürs Auto hingelegt, doch den Strom können sie kostenlos tanken. Mittlerweile ist das für sie an rund 150 Orten in Europa möglich, der Autohof in Bodenbach gehört dazu. An den anderen Säulen muss bezahlt werden, allerdings nicht mit Scheinen und Münzen, sondern mit Karte oder Smartphone an der Säule. Thomas Seidel, Mitarbeiter der Envia Chemnitz, nutzte vor wenigen Tagen bei einer Dienstfahrt eine der Bodenbacher Schnellladestationen, um den Firmenwagen vom Typ BMW i3 mit neuem Saft zu versorgen. „Es gibt hier die Möglichkeit, mit europäischen Modellen Strom zu tanken, aber auch mit japanischen Autos“, erklärt der junge Mann. Damit das Laden zügiger vonstatten geht, kommt nicht nur Wechselspannung, sondern auch Gleichstromtechnik zum Einsatz. Damit könne die Batterie in weniger als einer halben Stunde auf etwa 80 Prozent der Gesamtkapazität geladen werden. Also zum Beispiel in der Mittagspause in der Raststätte.

Bei den vier „normalen“ Säulen in Bodenbach steht hinter dreien das groß angelegte Gemeinschaftsprojekt SLAM (Schnelladenetz für Achsen und Metropolen), über das bis Ende des Jahres an viel befahrenen Strecken 400 Schnelladesäulen installiert sein sollen. Hinter der vierten Säule steht das von der EU geförderte Ladeinfrastrukturprojekt Fast E eines Konsortiums. An dem ist auch die Envia Mitteldeutsche Energie AG beteiligt, wie Claudia Anke, Unternehmenssprecherin in Chemnitz sagt. Anke bestätigt, dass es vorwärts geht mit der Installation von Ladesäulen: „Ein aktuelles Förderprogramm der Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2020 bundesweit 15 000 Säulen für normales und schnelles Laden aufzubauen. 300 Millionen Euro stehen dafür zu Verfügung.“ Konzept sei dabei, dass die Ladestationen nicht nur von der Autobahn aus erreichbar sind, sondern auch von den Landstraßen. Wie im Fall des Autohofes Bodenbach. Der liegt zwar gleich an der A14, ist aber auch auf anderen Straßen zum Beispiel von Roßwein oder Nossen aus gut zu erreichen. So könnte die Zahl der Elektro-Autos deutlicher wachsen als bislang. „Der Fuhrpark der Envia soll bis Jahresende mit 40 E-Fahrzeugen ausgestattet sein. Dafür werden ältere Autos mit Verbrennungsmotor ausgemustert“, sagt Anke. Es gebe auch ein gemeinsames Pilot-Projekt mit vier Altenpflegediensten, deren Autoflotten auf Stromfahrzeuge umgestellt wurden.

Von Olaf Büchel

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