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Döbeln In Döbeln schließt weitere Asyl-Unterkunft, Zukunft des Roßweiner Heimes noch unklar
Region Döbeln In Döbeln schließt weitere Asyl-Unterkunft, Zukunft des Roßweiner Heimes noch unklar
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00:18 01.10.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Region Döbeln/Rosswein

Der Landkreis Mittelsachsen baut weitere Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen ab. „Dabei berücksichtigen wir die rückläufigen Neuzuweisungen von Asylbewerbern“, erklärte Landrat Matthias Damm (CDU) am Mittwoch (siehe Kasten). Außerdem will der Landkreis acht Integrationskoordinatoren einstellen.

Nachdem bereits die Einrichtungen in Flöha und Rochlitz zum 30. September geschlossen wurden, soll zum Jahresende oder Anfang des nächsten Jahres auch die Döbelner Flüchtlingsunterkunft an der Mastener Straße mit 300 Plätzen schließen. Das Asylheim in der Friedrichstraße in Döbeln bleibt bestehen. Weil der Betreiber diese Einrichtung gerade sanieren lässt, ist die Kapazität von ursprünglich 210 übergangsweise auf maximal 80 Plätze reduziert worden. „Wenn die Sanierung Ende Januar abgeschlossen ist, wird die Kapazität in der Friedrichstraße wieder erhöht. Das ist wirtschaftlich und es besteht die Möglichkeit, Flüchtlinge, die zurzeit noch in der Mastener Straße untergebracht sind in das Heim Friedrichstraße umzulenken“, erklärt Dieter Steinert, Leiter der Stabsstelle Asyl des Landratsamtes.

Wie es mit den Gemeinschaftsunterkünften auf dem Gelände der ehemaligen Hochschule an der Döbelner Straße in Roßwein weiter geht, ist noch unklar. Die Objekte haben noch den Status „Notunterkunft“, sie gehören dem Freistaat, der sie dem Landkreis zur Verfügung stellt. Ob der Kreis betreffende Gebäude in Roßwein kauft oder nicht und dann auch entsprechende Umbaumaßnahmen veranlasst (DAZ berichtete) steht zur Zeit noch nicht fest. „Wir haben um Aufschub gebeten und befinden uns noch in der Entscheidungsphase“, sagte Landrat Damm. Stabsstellenchef Steinert fügt hinzu: „Wenn die Flüchtlingszahlen weiterhin so rückläufig sind, wie in letzter Zeit, dann ist es nicht verantwortungsvoll, Gebäude in Roßwein als Unterkünfte zu sanieren. Auf die Frage, ob das die Auflösung der Einrichtung in Roßwein nach sich zieht, antwortete der Landrat: „Das ist ein möglicher Gedankengang. Es ist aber nichts entschieden.“

Für die Einstellung von acht Integrationskoordinatoren beantragt der Landkreis Fördermittel, zehn Prozent der Personalkosten müsste der Kreis selbst übernehmen. Die Koordinatoren, die per Ausschreibung noch gefunden werden müssen, sollen die Kommunen bei der Integrationsarbeit unterstützen und vor Ort sitzen. Eine der Stellen ist für die Stadt Döbeln vorgesehen, eine weitere für die Region Döbeln mit Roßwein, Hartha, Leisnig, Waldheim, Ostrau, Großweitzschen und Zschaitz-Ottewig.

Noch hinzu kommen sollen: zwei zu 100 Prozent geförderte Bildungskoordinatoren, die die Angebote freier Träger besser vernetzen, so dass diese effizienter genutzt werden können; 1,5 Vollzeitstellen für den Aufbau von Servicestellen für Sprach- und Integrationsmittler beziehungsweise Gemeindedolmetscher; mehrere Arbeitsmarktmentoren.

Von Olaf Büchel

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