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In Leisnig brennen schon wieder Autos

In Leisnig brennen schon wieder Autos

Schon wieder standen in Leisnig Autos in Flammen. Kurz vor Mitternacht brannten am Montag ein neuer VW Up und ein Renault Megane auf dem Parkplatz An der Muldenwiese vollständig aus.

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Nur noch ein Wrack ist dieser VW Up - eines von zwei Autos, die in der Nacht zu gestern auf dem Parkplatz An der Muldenwiese in Leisnig ausgebrannt sind.

Quelle: S. Jankowski

Ein Opel wurde nach Angaben der Polizeidirektion (PD) Chemnitz durch den brennenden Renault beschädigt, er weist Brandspuren an der Karosserie auf. Verletzt wurde niemand.

 

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Der entstandene Sachschaden beträgt rund 25 000 Euro. Der oder die unbekannte(n) Täter haben offenbar versucht, den Opel und einen Mitsubishi in Brand zu setzen. Die Freiwillige Feuerwehr Leisnig rückte zum Löschen aus.

 

Insgesamt wurden vier Fahrzeuge beschädigt. Sie standen alle in einer Reihe nebeneinander. Die Autos gehören Mitarbeitern der Firma DMI Archivorganisation, die zur Nachtschicht ihre Fahrzeuge auf den angrenzenden Parkplatz stellten. Nach Abschluss der Spurensuche mussten sich die Autobesitzer um den Abtransport der Wracks kümmern.

 

Bengt Dölitzscher, Betriebsleiter bei DMI, auf Anfrage der DAZ: "Die Mitarbeiter bekommen auf Kosten des Unternehmens Mietfahrzeuge auf unbestimmte Zeit. Sie haben nicht nur ihr Auto verloren, sondern auch private Dinge, die sich darin befanden. Jetzt ist vieles zu regeln, unter anderem mit der Versicherung." Drei Frauen und ein Mann sind die Eigentümer der ausgebrannten und beschädigten Fahrzeuge. Für eins davon existiere nicht einmal eine Teilkasko-Versicherung. Mit dem Bereitstellen der Mietautos will das Unternehmen den Mitarbeitern Unterstützung geben, um die Situation zu meistern. Dies begrüße DMI-Geschäftsführer Christoph Schmelter vom Hauptsitz in Münster. Wie einem etwaigen weiteren Anschlag zu begegnen sei, wurde diskutiert. Für den Parkplatz auf der Muldenwiese sagt Dölitzscher: "Da es ein öffentlicher Platz ist, verbietet sich Videoüberwachung." Eine nächtliche Ausleuchtung empfehle sich ebenfalls nicht. Das Unternehmen werde den Platz durch ein Wachschutzunternehmen mit Streifengängen abdecken lassen.

 

Bei Bürgermeiser Tobias Goth (CDU) gab es gestern Vormittag eine Zusammenkunft von Polizei und Feuerwehr. Goth: "Ich bitte die Leisniger Bürger um Wachsamkeit. So wie im vergangenen Jahr werden die Brände auch jetzt immer etwa um Mitternacht entfacht. Alle sollten aufpassen und ungewöhnliche Vorgänge direkt der Polizei melden. Ich weiß, die Beamten gehen den Hinweisen sehr ernsthaft nach." Auch im Hinblick auf das bevorstehende Burg- und Altstadtfest kündigt Goth an: "Wir lassen verstärkt Sicherheit walten."

 

Es handelt sich um den dritten Zwischenfall dieser Art innerhalb von 14 Tagen in Leisnig. Am 29. Juli brannte in der Niederlanggasse ein VW, in der Nacht zum vergangenen Sonntag stand ebenfalls in der Niederlanggasse ein Renault in Flammen. Auch in diesen Fällen ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Brandstiftung.

 

Den Autobrand an der Muldenwiese hatten Bewohner umliegender Häuser bemerkt. Die Brandursachenermittler der PD Chemnitz waren ab 6 Uhr vor Ort, um Spuren zu sichern. "Von allein haben sich die Autos nicht angezündet", sagte der Polizeibeamte Peter Kunze vom Döbelner Revier. Ansonsten hält sich die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" bedeckt. "Mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten werden von den Kriminalisten geprüft", sagt Sprecher Rafael Scholz. Nach Informationen der DAZ ziehen die polizeilichen Ermittler zumindest in Betracht, dass die Brandserie vom letzten Jahr im Zusammenhang mit der aktuellen steht.

Olaf Büchel

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